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Der Steinschmätzer

Steinschmätzer lieben das Gebirge. Sie brüten ihren Nachwuchs in Geröllspalten und sogar in Kaninchenbauten aus. Welche Anstrengungen die Steinschmätzer-Männchen unternehmen, um mit einem Weibchen ein Nest bauen zu dürfen, erfährst du hier.

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Steinschmaetzer_1.jpgMerkmale
 
Steinschmätzer sind etwa 15 Zentimeter groß und haben eine Flügelspannweite bis zu 32 Zentimeter. Sei wiegen zwischen 22 und 28 Gramm. Auffallend ist der weiße Bürzel – so wird die hintere Rückenpartie bei Vögeln genannt. Sehr leicht erkennbar sind Steinschmätzer am schwarzen T-Muster ihrer Schwanzfedern. Ihr Ruf am Morgen klingt wie ein sehr hohes "hiit".
 
Je nach Jahreszeit verändert sich das Federkleid. Im Frühjahr und Sommer bezeichnet man das Federkleid der Männchen auch als "Prachtkleid". Sie haben zu diesen Jahreszeiten einen grauen Scheitel und Rücken sowie einen schwarzen Augenstreif, der durch sein breiteres Ende fast wie eine "Zorro"-Maske aussieht. Über diesem Augenstreif ist ein weißer Streifen. Die Flügel des männlichen Steinschmätzers sind schwarz, seine Brust ockerfarben und der Bauch weiß.
 
Die Weibchen sehen ganz ähnlich aus, allerdings sind ihre Farben etwas blasser: Der Augenstreif ist nicht ganz so ausgeprägt und ihre Flügel sind eher bräunlich. Im Herbst und Winter tragen die Steinschmätzer ihr "Schlichtkleid", das Ruhekleid genannt wird. Zu diesen Jahreszeiten sind sich Männchen und Weibchen ähnlicher, da jetzt auch die Männchen einen braunen Rücken und Scheitel haben und ebenfalls eine nicht so starke Maske.
 
kinderwetter_wiw.jpgLebensraum
 
Steinschmätzer sind in Europa, Asien und Afrika verbreitet. Der "echte " Steinschmätzer kommt außerdem auch in Alaska und Kanada vor. Sie lieben wenig bewachsene, trockene Landschaften mit steinigen Hängen, weshalb sie oft in Gebirgen anzutreffen sind. Halbwüsten und Klippen zählen aber genauso zu ihren Wohnorten. Die nördlichen Steinschmätzer sind Zugvögel, die den Winter in Afrika verbringen.
 
Wenn ihr sehen wollt, welche Strecken die Steinschmätzer zurücklegen, könnt ihr euch die Flugroute auf http://kinder.wetter.com genauer anschauen.
 
 
Steinschmaetzer_2.jpgLebensweise
 
Steinschmätzer ernähren sich hauptsächlich von Insekten und kleinen wirbellosen Tieren. Schnecken und Regenwürmer können genauso wie Beeren im Herbst auch auf ihrer Speisekarte stehen. Ihre Nahrung suchen sich die Steinschmätzer am Boden. Nur selten kann beobachtet werden, dass sie fliegende Insekten jagen.
 
Mit einem Jahr werden Steinschmätzer geschlechtsreif. Sobald Anfang April die ersten aus ihren Winterquartieren in Afrika zurück sind, beginnen sie mit der Bodenbalz. Das Männchen versucht sich tanzend und mit aufgeplusterten Federn attraktiv zu machen und wirbt so um das Weibchen. Nachdem das Männchen sich mit flach gespreizten Flügeln und gefächertem Schwanz vor dem Weibchen auf den Boden hat fallen lassen, beginnt es mit einem Singflug. Sein Gesang, den es sogar stehend in der Luft singen kann, ist kurz und abgehackt.
 
Hat sich ein Paar gefunden, beginnt der Nestbau, um den sich sowohl Männchen als auch Weibchen kümmern. Steinschmätzer brüten oft in Geröllspalten oder verlassenen Kaninchenbauten, die sie dann mit Moos, Federn und anderen weichen Materialien ausstatten. Vier bis sechs Eier werden in diesem weichen Nest zwei Wochen lang ausgebrütet. Die darauf folgende Aufzucht der kleinen Steinschmätzer dauert ebenso lange.
 
Während dieser Zeit werden die Jungen von den Altvögeln gefüttert und betreut, bis sie schließlich das Nest verlassen. Weil Sperber und Habichte die Brut angreifen könnten, sind die Eltern der kleinen Steinschmätzer bei der Fütterung besonders vorsichtig. Lauert Gefahr, stoßen sie Warnrufe aus und fliegen das Nest ihres Nachwuchses nicht an. Steinschmätzer brüten nur einmal jährlich.
 
Gefährdung
 
Der Steinschmätzer steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Die Europäische Union hat sogar ein Gesetz erlassen, das ihre Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, den Lebensraum des Steinschmätzers zu schützen, um sein Überleben zu sichern.


 
 
Text: Lena Götzinger // 01.04.09; Bilder: Philippe Kurlapski / cc-by-sa; Andreas Trepte / cc-by-sa

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