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Die gemeinnützige Organisation „Yaqu Pacha“ wurde 1992 im Tiergarten der Stadt Nürnberg in Zusammenarbeit mit Dr. Lorenzo von Fersen (siehe Bild) gegründet. „Yaqu Pacha“ bedeutet in der Indiosprache Quichua „Wasserwelt“. Ziel der Organisation ist es, Aufklärung zu leisten und Projekte zum Schutz von wasserlebenden Säugetieren in Südamerika auf die Beine zu stellen.
"Deadline" zum Schutz der Meere
Überfischung – Mit Hilfe von Satelliten und riesigen Netzen gehen moderne Trawler, also Fangschiffe, auf Raubzug im Meer. Anders kann man es nicht nennen, denn den gejagten Arten bleibt so gut wie keine Möglichkeit zur Regeneration. In einer aktuellen Studie haben Wissenschaftler errechnet, dass im Jahr 2048 die kommerziell bejagten Fischarten so gut wie ausgerottet sein werden. Zudem zerstören Schleppnetze auch Grund und Boden und machen damit den Lebensraum Meer nachhaltig kaputt. (Bild: A - Vor dem Schleppnetzeinsatz; B - danach)
Unterwasserlärm – Du weißt vielleicht selbst, wie nervig Lärm sein kann. Im Meer ist Lärm besonders gefährlich. Denn viele Tiere orientieren sich und kommunizieren durch Schall. Durch den steigenden Geräuschpegel ist es für sie, als zöge immer dichterer Nebel auf, in dem sie sich verirren und der ihre Kommunikation mit Artgenossen behindert. Zudem leitet Wasser Schall besonders gut.
Militär und Industrie benutzen extrem laute Schallquellen, bis zu 80 Mal lauter als startende Düsenjäger. Das ist kaum vorstellbar. Regelmäßig beobachten Forscher, wie nach dem Einsatz solcher Sonargeräte Cuvier-Schnabelwale tot an Land gespült werden. Sie können bis zu 80 Minuten lang und in Tiefen bis zu 1900 Meter tauchen. Der schmerzhafte und verwirrende Lärm lässt sie viel zu schnell auftauchen. Dadurch bilden sich Gasblasen im Körper, die zu Schmerzen, Verwirrung und Tod führen.

Wenn dich ausgestorbene und bedrohte Tiere oder auch der Lebensraum Meer interessiert, dann wirf doch auch einmal einen Blick in unseren WAS IST WAS-Band 56: Ausgestorbene und bedrohte Tiere oder in unseren WAS IST WAS-Band 85: Wale und Delphine