Wisst ihr, wie die Schweiz zu ihrem Namen kam, welche Sprachen in der Schweiz gesprochen werden und was es mit den Kantonen auf sich hat? Wenn nicht, solltet ihr hier weiterlesen...
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Wie die Schweiz zu ihrem Namen kam
Links: Die Nationalfahne der Schweiz wird auch Schweizerkreuz genannt.
Am 1. August feiert die Schweiz ihren Nationalfeiertag. Der Gedenktag geht auf den 1. August 1291 zurück. Damals schlossen sich die drei „Urkantone“ Uri, Schwyz und Unterwalden im "Ewigen Bund" zusammen, deshalb wird der 1. August auch "Bundesfeier" genannt. Aus dem "Ewigen Bund" entstand die Schweizer Eidgenossenschaft. In den folgenden Jahrhunderten kamen weitere Städte wie Morgarten, Luzern, Zürich und Bern dazu.
Foto rechts: Am Tag der Bundesfeier ist es üblich, die Häuser mit Schweizer Fahnen zu schmücken.
Das Bündnis war zunächst für gegenseitigen Beistand bei einem Angriff von außen eingerichtet worden. Es entwickelte sich mehr und mehr zu einem Verteidigungspakt gegen die Vorherrschaft des Adels, allen voran des Habsburgischen Fürstenhauses. Die Eidgenossen strebten die Unabhängigkeit an. Sie wollten nicht mehr den Landesfürsten, sondern nur dem Kaiser unterstehen.
Der Name des Urkantons Schwyz ging schließlich auf das ganze Land der Eidgenossen über.
Die Schweiz heute
Seit 1848 ist die Schweiz ein Bundesstaat. Sie ist eine sogenannte „Willensnation“. Das bedeutet, dass sie aufgrund eines willentlichen Zusammenschlusses verschiedener Städte bzw. Länder gegründet wurde, die keine gemeinsame Sprache, Religion oder ethnische Herkunft haben.
Foto links: Matterhorn mit Bahn.
Die Schweiz ist in 26 Kantone geteilt. Den jüngsten Kanton, Jura, gibt es erst seid 1978. Damals trennte er sich vom Kanton Bern ab. Die Kantone sind sehr unterschiedlich: Es gibt Kantone, die praktisch nur aus einer Stadt bestehen, zum Beispiel der Kanton Genf. Andere Kantone bestehen fast nur aus Bergen und Tälern, wie der Kanton Uri.
Auch die Bevölkerungsdichte variiert stark: In dem kleinen Kanton Basel-Stadt mit seinen 37 Quadratkilometern leben etwa gleich viele Menschen (185 000) wie im Kanton Graubünden (7105 Quadratkilometer), in dem sich die 187 000 Einwohner auf 150 Täler verteilen. In Basel kommen auf einen Quadratkilometer damit mehr als 5000 Menschen, in Graubünden sind es gerade mal 26.
Der Kanton Zürich hat über 1,2 Millionen Einwohner, der Kanton Appenzell Innerrhoden hingegen nur 15 200. (Stand der Einwohnerzahlen: 31.12.2005)
Foto rechts: Sustenpass.
Jeder Kanton hat seine eigene Verfassung, seine Regierung, sein Parlament, seine Gerichte, seine Gesetze, die natürlich mit denen des Bundes kompatibel sein müssen. Die Kantone sind gegenüber dem Bund sehr selbständig. So hat zum Beispiel jeder Kanton seine eigene Polizei und bestimmt die Höhe der Steuern, die seine Einwohner zahlen müssen.
Viersprachigkeit
Es gibt vier Amtssprachen in der Schweiz: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch (Rumantsch Grischun). 63 % der Schweizer sprechen Deutsch als erste Sprache, 19% Französisch, 7,6 % Italienisch und nur 0,6 % Rätoromanisch. Rätoromanisch ist eine Sprache, die wie das Italienische, Spanische oder Französische Latein als Ursprung hat. Es wird nur im Kanton Graubünden gesprochen.
Und so wird der Landesname in den vier Amtssprachen geschrieben:
Obwohl sich die Schweiz geografisch gesehen mitten in Europa befindet, stellt sie politisch in gewisser Hinsicht eine Ausnahme dar. Der Grund dafür ist das Prinzip der Neutralität. Das bedeutet, dass die Schweiz sich in der Geschichte aus Konflikten herausgehalten hat, die die europäischen Staaten miteinander austrugen.
So war die Schweiz weder im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) involviert noch am Ersten oder Zweiten Weltkrieg direkt beteiligt.
Links: Aktuelle Banknote zu 10 Schweizer Franken.
Bis heute ist die Schweiz nur in wenigen internationalen Bündnissen Mitglied. Sie gehört nicht zur Europäischen Union und nicht zur NATO. Erst 2002 trat die Schweiz als eines der letzten Länder der Welt der UNO bei.
Rechts: 1 Franken Münze
In der Schweiz bezahlt man Schweizer Franken. Ein SFr. ist in 100 Rappen unterteilt und etwa 65 Eurocent wert (Stand: Juli 2009). 2010 kommen übrigens neue Schweizer Banknoten in Umlauf.
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