Wissenschaftler haben einen neuen Ursaurier entdeckt. In Thüringen sind die Forscher bei ihren Ausgrabungen auf den Schädel eines bisher noch unbekannten Ursauriers gestoßen. Mehr zur Fundstelle und warum Ursaurier keine Dinosaurier sind, erfahrt ihr hier:
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Ursaurier sind nicht zu verwechseln mit den Dinosauriern. Denn Dinosaurier lebten erst circa 100 Millionen Jahre später. Die Funde der Ursaurier lassen uns zurückblicken in eine Zeit vor 300 Millionen Jahren. Ursaurier beeindrucken vor allem mit ihren Rückensegeln, großen Krallen und langen Schwänzen.
Ein Paläontologe bei der Arbeit.
Seit dem Jahre 1993 graben Paläntologen an der bedeutendsten Ursaurierfundstätte der Welt, der Brokmacker. Paläontologen sind Wissenschaftler die Lebewesen vergangener Erdzeitalter erforschen. Die Wissenschaftler von Brokmacker stammen aus Gotha in Deutschland und aus der amerikanischen Stadt Pittsburgh. Die Fundstätte, der Bromacker, befindet sich bei Tambach-Dietharz im Thüringer Wald. Hier suchen die Forscher gemeinsam nach erhaltenen Skelettresten der Ursaurier. Dabei gräbt das internationale Paläntologenteam in 295 Millionen Jahre alten Gesteinschichten.
Der Baron Georges Cuvier gilt als Begründer der Paläontologie.
Ursaurierfunde aus Thüringen
Über die Jahre hinweg konnten sich die Paläntologen in Thüringen immer wieder über sensationelle Funde freuen. Diese Funde veränderten immer wieder ihren Blick auf die weit vergangene Epoche der Erdgeschichte.
Die Dimetrodon-Funde aus Thüringen gehören zu den nachweislich ältesten Funden der Welt. Deshalb wird davon ausgegangen, dass die Geburtswiege der Ursaurier in Thüringen stand. Die Dimetrodon sind Fleischfressser und durch extrem lange Dornfortsätze an Rücken- und Halswirbel geprägt. Sie gehören zu den wohl bekanntesten Ursauriern der Welt.
In Tambach-Dietharz, im Thüringer Wald, finden weltbewegende Ausgrabungen von fossilen Überresten der Ursaurier statt.
Insgesamt wurden im Thüringer Wald bisher mehr als 40 Skelette von 13 Saurierarten entdeckt. Der wohl bekannteste Fund darunter, ist der Fund des Zweibeiners "Eudibamus cursoris". Das gefundene Skelett des Eudibamus cursoris war gut erhalten, weshalb die Wissenschaftler viele Folgerungen daraus schließen konnten. Beispielsweise bewegte sich der Pflanzenfresser flink auf zwei Beinen. Wobei er wahrscheinlich auf den Zehen lief und seinen Schwanz als Steuer benutzte. Der Eudibamus cursoris lebte vor 290 Millionen Jahren. Mit einer Größe von nur 26 Zentimetern, war er das erste laufende Landwirbeltier.
Auch der neueste Ursaurierfund aus Thüringen gehörte nicht zu den gewaltigsten Ursauriern. Auf Grund der fossilien Funde kann davon ausgegangen werden, dass er die Erde nicht erschüttern ließ. Der Kopf des neu entdeckten Ursauriers misst circa fünf bis sechs Zentimeter. Daraus abgeleitet gehen die Forscher von einem 50 bis 70 Zentimeter großen Ursaurier aus. Wie bedeutend der neue Fund ist, steht noch nicht fest. Doch der kleine Ursaurier könnte von großer Bedeutung sein. Die Paläontologen gingen beim Fund des Ursauriers davon aus, dass dieser Ursaurier eine wichtige Schnittstelle in der Entwicklungsgeschichte von Reptilien zu Säugetieren gespielt haben könnte.
Text: Christine Spindler, 12.08.2009, Bilder: Palaeontologe vom National Park Service/pd, Georges Cuvier von James Thomson/pd, Wappen Tambach-Dietharz/pd