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Wo liegen die Niederländischen Antillen?
Die Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao werden auch als ABC-Inseln bezeichnet. Verwendet man ihre Reihenfolge von West nach Ost als Sortierung, wäre allerdings ACB als Bezeichnung korrekt.
Die Caiquetío-Indianer gaben der Insel den Namen "Bonay", das bedeutet "tiefes Land". 1499 landeten Alonso de Ojeda und Amerigo Vespucci auf der Inselgruppe und nahmen sie für Spanien in Besitz. Zwischen 1513 und 1515 wurden alle Indianer als Sklaven nach Hispaniola entführt. Bonaire blieb entvölkert und menschenleer zurück.
Zwischendurch verloren die Holländer die Insel erst an die Spanier, später an die Engländer, doch nach der Niederlage Napoleons, im Vertrag von Paris wurde sie 1816 endgültig den Niederlanden zugesprochen.
Bereits 4000 v. Chr. besiedelten indianische Ureinwohner die Insel. Zeichnungen der indianischen Kulturen sind heute noch an der Hatohöhle sichtbar.
Die Insel besteht zum größten Teil aus dem Vulkan Mount Scenery. Der höchste Vulkankegel ragt 877 m in die Höhe und markiert damit die höchste Erhebung des Königreiches der Niederlande.
Sie hat eine Landfläche von 21 km² und ist damit nach Saba die kleinste der fünf bewohnten ehemaligen Inseln der Niederländische Antillen.
Die Insel ist zwischen Frankreich und dem Königreich der Niederlande geteilt. Der Nordteil der Insel heißt Saint-Martin. Hier ist der einzige Ort, an dem es eine Grenze zwischen dem französischen und dem niederländischen Staatsgebiet gibt.