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Natur & Tiere / Artikel

Das Bentheimer Landschaf: Das Nutztier des Jahres 2005

Als besonders schützenswerte Rasse gilt das Bentheimer Landschaf. Es liefert nicht nur reichlich Nachwuchs und Wolle, sondern ist auch ein perfekter Landschaftspfleger. Das sind jedoch nur drei der Gründe, warum das Schaf zur Nutztierrasse des Jahres gewählt wurde.

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Ein wichtiger Grund für die Wahl ist auch, dass das Bentheimer Landschaf akut vom Aussterben bedroht ist. Zwar existieren momentan wieder 2.500 Exemplare, doch als ungefährdet gilt eine Rasse erst, wenn 7.500 Tiere gezählt werden.
 
Viele Vorzüge
 
Dabei ist das schwarz-weiße Langohr schon wieder auf dem besten Weg. 1970 war der Bestand bereits auf 50 Tiere gesunken. Doch inzwischen hat man die Vorzüge des Bentheimer Landschafes wieder zu schätzen gelernt.
 
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Fruchtbar und widerstandsfähig
 
Es ist extrem widerstandsfähig und anspruchslos beim Futter und produziert trotzdem jede Menge Nachwuchs. Jedes Mutterschaf bringt pro Jahr im Schnitt 1,5 bis 1,7 Lämmer zur Welt. Neben der hervorragenden Fleischqualität liefert die Nutztierrasse 2005 außerdem drei bis fünf Kilo reinweiße Wolle pro Exemplar.
 
Sanfte Landschaftspfleger
 
Ohne es zu Wissen sind Schafe auch als Umweltschützer aktiv. Das langbeinige Bentheimer Landschaf - eine Kreuzung zwischen Moor- und Heideschaf - ist ein besonders idealer Landschaftspfleger. Es wird besonders in Niedersachsen, seiner ursprünglichen Heimat, zum Abgrasen von Wiesen und Marschland verwendet. Vor allem aus diesem Grund wurde es für die Zucht wiederentdeckt.
 
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Niederländisches Schaf eingekreuzt
 
Die Geschichte des Bentheimer Landschafes ist recht jung. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde diese Rasse erstmals beschrieben. Der Name stammt übrigens von der Grafschaft Bentheim in Niedersachsen. Dort wurden die ansässigen Moor- und Heideschafe erstmals mit Drenther Heideschafen aus den Niederlanden gekreuzt.
 
Fell bis zum Boden
 
Das Ergebnis hebt sich äußerlich deutlich von anderen Schafrassen ab. Neben dem sehr weißen, zottigen und teilweise bis zum Boden reichenden Fell fällt auch auf, dass Schwanz und Ohren sehr lang sind. Charakteristisch ist neben der schwarz-weißen Zeichnung auch die leicht abgeflachte Ramsnase. Die Weibchen sind ca. 70 Zentimeter hoch, die Böcke etwas größer und bis zu 90 Kilo schwer.
 
Schaut doch mal beim nächsten Spaziergang genau hin. Vielleicht entdeckt ihr ja mal einen der zottigen Vertreter.
 
Nic – 07.04.2005 / Foto: Geh

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