Wie alt wurden die Menschen im Mittelalter? Weiß man das?
Diese Frage stellte Silke aus Eschborn.
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Im Mittelalter starben die Menschen noch oft an Erkrankungen und Infektionen, die man heute mit Medizin heilen kann. Ein Husten konnte zum Beispiel schon tödlich sein. Damals war die Medizin und ihre Technik noch lange nicht so entwickelt, wie heute und so war ein Beinbruch schon wesentlich schwieriger zu heilen oder zu operieren als heute. Ärzte oder Heiler waren oft weit entfernt und man musste oft lange reisen und viel Geld bezahlen, um sich behandeln lassen zu können.
Die Menschen wussten damals noch nicht viel von Hygiene. Sie erkannten nicht die Probleme von Ansteckungserkrankungen oder Krankheitserregern. Abfall oder auch die Toilettenabwässer wurden in den Städten einfach in Graben geleitet und die verschmutzten oft die Brunnen und damit das Wasser. Cholera war daher eine häufige Erkrankung. Aber auch die Pest, der so genannte Schwarze Tod, machte sich im Mittelalter in Europa breit. Die Pest wurde von Flöhen auf die Hausratten übertragen, die mit Schiffen von Asien nach Europa kamen. Durch die Pest starb mehr als ein Viertel der eruopäischen Bevölkerung - nur in einer Epedemie, die von 1348 - 1352 wütete.
Neben der schlechteren medizinischen Versorgung und den unhygienischen Bedingungen beeinträchtigte auch das normale Leben die Lebenserwartung. Es herrschte oft Krieg, Kinder mussten sehr früh zu arbeiten beginnen und die Tätigkeiten waren körperlich sehr anstrengend. Viele Frauen bekamen in sehr jungen Jahren schon viele Kinder, von denen aber viele schon in der Wiege starben. Und auch viele Frauen überlebten die Geburt ihrer Kinder nicht.
So erreichten die Menschen damals ein Durchschnittsalter von 35 - 40 Jahren. Heutzutage werden die Menschen im Duchschnitt 78 Jahre alt, also fast doppelt so alt!
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