Patrizia aus Hattingen möchte wissen, um welche Art von Rittern es sich bei Raubrittern handelt.
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Im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts verloren die Ritter immer mehr ihre Vorrangstellung. Sie waren lange nicht mehr so wichtig. Sowohl in militärischer Hinsicht, als auch in wirtschaftlicher, denn ihre Einnahmen gingen immer mehr zurück. Zum einen gab es enorme Hungersnöte und Seuchen. Dadurch starben viele Menschen und es fehlten Arbeitskräfte, auch auf den Rittergütern. Und dann suchten auch viele Bauern und Landleute ihr Glück in den aufkommenden Städten.
Im späten Mittelalter versuchten nun viele Ritter ihre finanzielle Notlage auch mit Gewalt zu mindern und zogen als "Raubritter" durch das Land. Sie überfielen Kaufleute, Reisende und Pilger und plünderten sie aus. Durch diesen Kleinkrieg auf Wegen und Straßen wurde das Reisen in manchen Gegenden so gefährlich, dass Landesherren einschritten, die Raubritter zur Rechenschaft zogen und in schweren Fällen sogar deren Burgen zerstörten.
Noch heute gibt es viele Burgruinen, die von dieser Zeit zeugen.