Ihren Namen erhielten die Ureinwohner Amerikas durch Christoph Kolumbus, der als Entdecker Amerikas gilt.
Im Auftrag der spanischen Könige machte sich der Italiener auf die Suche nach einem neuen Seeweg nach Indien. Er segelte von Spanien in Richtung Westen über den Atlantik. Nach einer mehrwöchigen Reise landete er im Oktober 1492 mit seinen Schiffen vor der Bahamainsel San Salvador. Kolumbus war sich ganz sicher, in Indien angekommen zu sein. Deshalb nannte er die ersten Bewohner, auf die er traf auch auf Spanisch "los indios" - zu Deutsch: "die Inder".
Erst später wurde nach weiteren Entdeckungsreisen klar, dass sich nördlich dieser Insel ein riesiger und unbekannter Kontinent erstreckte und dass Kolumbus ganz sicher nicht auf Indien gestoßen war. Um die Bewohner Indiens und die Amerikas zu unterscheiden, nannte man die einen Inder und die anderen Indianer.
Den Namen "Amerika" erhielt der neu entdeckte Kontinent erst später, durch den Seefahrer Amerigo Vespucci. Zwischen 1499 und 1502 machte der Italiener zwei große Reisen um die Nordküste Südamerikas und auch Brasilien zu erkunden.
Übrigens: Die Ureinwohner Amerikas sprechen von sich selbst nicht als "Indianer". Sie nennen sich entweder beim Namen ihres jeweiligen Stammes, reden auch manchmal einfach nur von "Menschen" oder sie sagen, sie seien "Native Americans", also "Eingeborene Amerikas". Manche bezeichnen sich auch als die "First Nation", die "Erste Nation" und meinen damit, dass sie vor den Weißen als erste in Amerika waren.
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