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Am 15. September 1949 wurde der Rheinländer Konrad Adenauer als erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland vereidigt. Fünf Tage später folgte ihm Ludwig Erhard als erster Bundeswirtschaftsminister. Mit seinem Konzept der "Sozialen Marktwirtschaft" gelang dem auch als "Vater des Wirtschaftswunders" bezeichneten Erhard der schnelle Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft. Soziale Marktwirtschaft, D-Mark, Grundgesetz, erste Bundestagswahl – all das begann mit Adenauer und Erhard.
Als einer der Mitbegründer der CDU war Erhardt 1945/46 bayrischer Wirtschaftsminister. und in den beiden folgenden Jahren Direktor in der Verwaltung für Wirtschaft im Vereinigten Wirtschaftsgebiet. Er beriet die amerikanischen Besatzer und brachte die Wirtschafts- und Währungsreform mit auf den Weg, die am 20. Juni 1948 in Kraft trat. Von September 1949 bis Oktober 1963 war er Wirtschaftsminister, ab 1957 auch Vizekanzler Konrad Adenauers, dessen Nachfolge als Bundeskanzler er 1963, als Parteivorsitzender der CDU antrat.
Das Wirtschaftswunder in den ersten Jahren der BRD ist hauptsächlich Ludwig Erhard zuzuschreiben. Seine Politik schuf wirtschaftlichen Aufschwung, Wohlstand für alle und sozialen Frieden. Schnell und zielstrebig wurde nach Währungsreform und Gründung der Bundesrepublik Vollbeschäftigung erreicht und Deutschland zum Weltmarkt zurückgeführt.
1967 wählte die CDU den Wirtschaftsfachmann zu ihrem Ehrenvorsitzenden. Er blieb als Abgeordneter im Parlament und eröffnete 1972 und 1976 den 7. und den 8. Deutschen Bundestag als Alterspräsident. Am 5. Mai 1977 starb der „Vater des Wirtschaftswunders“ an Herzversagen.
Mehr über die Deutsche Geschichte erfahrt ihr im WAS IST WAS Band 126 Deutschland.