An Tagen mit hoher UV-Strahlung ist die Gefahr eines Sonnenbrandes besonders hoch. Wer Schmerzen vermeiden will, sollte rechtzeitig Schutzmaßnahmen treffen.
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Der Sommeranfang brachte endlich die lang erwarteten warmen Sonnenstrahlen. Alt und Jung zog es an die Strände und in die Freibäder. Sonne tut der Seele und dem Körper gut. Scheint die Sonne, hebt sich die Laune. Sonnenstrahlen vertreiben Winterdepressionen, sind wichtig für den Knochenaufbau und lindern Schuppenflechte und Neurodermitis. Doch Vorsicht: Die Sommersonne hat ihre Tücken, die Strahlungsintensität wird oftmals unterschätzt.
Dünnere Ozonschicht
Die Atmosphäre ist in den vergangenen Jahren für die UV-Strahlen durchlässiger geworden. Grund dafür ist die Ausdünnung der Ozonschicht, für die der Mensch mitverantwortlich ist. Normalerweise hält die Ozonschicht der Erde die schädigende UV-Strahlung der Sonne ab. Allerdings kommt es gerade im Sommer häufiger zu einzelnen Tagen mit erhöhter UV-Strahlung. Ungeschützte können da sehr schnell einen Sonnenbrand bekommen. Zudem sollten Freiluft-Freunde daran denken, dass sich die Haut erst wieder langsam an die Sonne gewöhnen muss. Deshalb sollte die Haut bei längeren Ausflügen in der Sonne mit einer guten Sonnencreme geschützt werden.
Gefährlicher Hautkrebs
Viel gefährlicher als ein Sonnenbrand ist allerdings die Gefahr, durch zu viel Sonne Hautkrebs zu bekommen. Ein Sonnenbrand bedeutet neben akuten Schmerzen auch eine nicht zu vernachlässigende Spätwirkung. Mit einer Latenz von 20 bis 40 Jahren kann es zur Ausbildung des sehr bösartigen schwarzen Hautkrebses, des Melanoms kommen.
Eine vorzeitige Hautalterung, erweiterte Blutgefäße und photoallergische Reaktionen sind weitere mögliche Folgeerscheinungen zu großen Sonnengenusses.
Achtung Kinderhaut!
Beim Erwachsenen gibt es einen Eigenschutz der Haut, der durch die Pigmentierung und eine Verdickung der Hornschicht entsteht. So wird ein Teil der Strahlung in den obersten Hautschichten abgefangen und kann keinen Schaden anrichten.
Anders verhält es sich bei Kindern. Ihre Haut ist um ein Vielfaches dünner und empfindlicher. Der Eigenschutz der Haut bildet sich erst ab dem zweiten Lebensjahr. Etwa 80 Prozent der UV-Strahlung, welche die Haut im Laufe des Lebens verkraften muss, nimmt sie bis zum 20 Lebensjahr auf und führt zur Bildung von Muttermalen und im schlimmsten Falle zu Hautkrebs.
Keine Frage also, dass Kinderhaut besonders gegen zu starke Sonnenbestrahlung geschützt werden muss.
Richtiges Sonnenverhalten
Besonders gefährlich für die Haut ist eine schubweise intensive Sonnenbelastung. Dazu kann es gerade jetzt kommen, denn im Frühjahr hat sich die Sonne selten gezeigt, die Haut ist daher kaum an die Sonne gewöhnt. Das lang ersehnte Sonnenwetter verleitet nun zu übermäßigem Sonnengenuss.
Aus diesem Grund solltest du deine Haut mit starken Sonnenschutz-Produkten einreiben, Sonnenbäder nicht zu lange ausdehnen und die Mittagssonne meiden. Nach dem Schwimmen frisches Eincremen nicht vergessen, denn das Wasser hat den Sonnenschutz abgewaschen. Außerdem solltest du der Haut nach einem ausgedehnten Sonnentag einen Ruhetag gönnen, damit der Körper mögliche UV-bedingte Schäden in den Hautzellen ausgleichen kann.
Das Sonnenmobil berät
Zur Zeit ist die Mobile Sonnenschutz-Beratung unterwegs, um Sonnenhungrige über einen gesunden Umgang mit den UV-Strahlen aufzuklären. Von der Nordseeküste bis an den Alpenrand wird der Beratungsbus 11 Städte besuchen. Die Besucher können jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr verschiedene Checks und Aktionen rund um das Thema Sonne wahrnehmen. Zum Beispiel kannst du am Mobil kostenlos einzelne Leberflecken von einem Hautarzt begutachten lassen. Dabei möchte das Deutsche Grüne Kreuz e.V. in Zusammenarbeit mit der dermokosmetischen Marke Eau Thermale Avène nicht die sommerlichen Freuden verderben, sondern aufzeigen, wie man gut geschützt und wohl dosiert die Sonne genießen und die Haut schützen kann.