- Anzeige -
Helgoland ist die am weitesten vom Festland entfernte Nordseeinsel Deutschlands. Das macht sie so beliebt – für Touristen und für das Militär. Denn seit je war Helgoland wegen seiner Lage von hoher strategischer Bedeutung. Im Verlauf ihrer Geschichte gehörte die Insel nicht immer zu Deutschland.
1807 besetzten britische Truppen die Insel und gliederten sie als Kolonie in das Vereinigte Königreich ein. Bis 1890 verblieb Helgoland bei den Briten. In dieser Zeit wurde die Insel ein beliebtes Ziel für Touristen. Viele Dichter und Künstler vor allem aus Deutschland besuchten die Insel und schrieben über sie.
Deutschland wurde erst gegen Ende des 19 Jahrhunderts zur Kolonialmacht.
Die Regierung in Großbritannien sah man militärischen Wert Helgolands dagegen als gering an, da die Deutschen in kurzer Zeit die Insel hätten besetzen können. Eine Sicherung wäre nur durch äußerst aufwendige Befestigungen machbar gewesen. Die Mittel dafür wollten die Briten nicht aufwenden.
Die Kaufleute waren über den Handel der Politik nicht glücklich. Nicht nur Sansibar war abgetreten worden, die Briten hatten auch das Königreich Buganda am Victoriasee, das weitgehend dem heutigen Uganda entspricht, erhalten. Die Herren der 'Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft' waren außer sich. "Zwei Königreiche hat man gegen eine Badewanne in der Nordsee eingetauscht!" wetterte Karl Peters, der Sansibar 1884 für die 'Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft' entdeckt hatte.
Mehr über die Deutsche Geschichte erfahrt ihr im WAS IST WAS Band 126 Deutschland.