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Geplant sind geo- und klimawissenschaftliche, biologische und soziologische Untersuchungen. Die eisigen Regionen erfordern besonderes Material und eine hervorragende Vorbereitung. Wer übernimmt den Nachschub für Wissenschaftler, die in Stationen in der Arktis oder Antarktis Proben oder Bohrungen nehmen und dort den Sommer verbringen? Wer leitet die Expeditionen in bisher unbekannte Gebiete? Wer erforscht das Leben der Inuit in der Arktis und wer den Rückgang des Krills in der Antarktis? Wie sieht die Route des Eisbrechers „Polarstern“ aus?
Doch warum ist diese kostspielige und aufwändige Polarforschung überhaupt so wichtig? Zum einen, weil die Eisschilde, Landmassen und Ozeane der Polargebiete noch immer nur eingeschränkt erforscht sind. Zum anderen, weil man heute weiß, dass diese eisigen Regionen eine Schlüsselstellung im globalen Klimageschehen haben. So führen physikalische Prozesse im polaren Atlantik zum „Ansaugen“ von warmem Ozeanwasser aus niederen Breiten. Das wiederum beeinflusst das Klima und die Lebensbedingungen bei uns. Dehnt sich das Sonnenstrahlen reflektierende Meereis aus, so beeinflusst das wiederum den Wärmehaushalt der Erde.
In der Erdatmosphäre steigt die Konzentration von Treibhausgasen, vom Menschen produziert, ständig an. Besonders in den sensiblen Polargebieten kann man die Auswirkungen erkennen. Antarktisches Schelfeis und Gletscher schmelzen, polares Meereis geht zurück. Damit verändert sich unsere Biosphäre. Würden die verbliebenen Eismassen zerfließen, würde der Meeresspiegel so hoch steigen, dass die meisten stark bevölkerten Küstenregionen bedroht wären. Das sind nur einige der Folgen. Die Eismassen der Antarktis beherbergen in gefrorenem Zustand 80 Prozent allen Süßwassers der Erde. Was passiert, wenn dieses Eis ins Meer kracht und sich mit dem Salzwasser vermengt?
WAS IST WAS Band 36:

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