Das bewegende Tagebuch der Anne Frank, die sich nach der Flucht in die Niederlande mit ihrer Familie in einem Hinterhaus in der Amsterdamer Prinsengracht versteckt hielt, ist weltweit zu einem Symbol für den Nazi-Terror und das Elend der Verfolgten geworden.
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Annelies Marie Frank, wird 1929 als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt/Main geboren. 1933 kommt in Deutschland die nationalsozialistische, antijüdische Partei Hitlers an die Macht. Anne Franks Eltern, Edith und Otto Frank, sehen in Deutschland keine Zukunft mehr für sich und ihre Kinder. Sie flüchten 1933 in die Niederlande (Amsterdam). Anne ist zu jener Zeit vier Jahre alt.
Bis zu ihrem elften Lebensjahr wächst sie unbeschwert in den verhältnismäßig sicheren Niederlanden auf. Nach dem deutschen Überfall auf die Niederlande, 1940, ist es mit der Sicherheit vorbei. 1942 beginnen die Deportationen in die „Arbeitslager". Zunächst gelingt es ihr und ihrer Familie, sich zu verstecken.
Am 12. Juni 1942 beginnt Anne Frank Tagebuch zu schreiben. Es ist ihr 13. Geburtstag. In der Enge des Versteckes ist es Ersatz für eine Freundin und Gesprächspartnerin aber auch ein Ventil für Sorgen und Unmutsausbrüche. Eindringlich schildert sie hier ihr Schicksal als Verfolgte, stellvertretend für die Leiden aller von den Nationalsozialisten Verfolgten. Ihr letzter Eintrag datiert vom 1. August 1944.
Am 4. August 1944 wird die Familie verhaftet. Anne Frank wird zunächst in die Lager Westerbork und Ausschwitz und schließlich ins Lager Bergen-Belsen verbracht. Dort stirbt sie im März 1945.
Nur Annes Vater überlebt. Nach dem Krieg veröffentlicht er Annes Tagebuch. Als Zeitdokument wird es in zahlreiche Sprachen übersetzt und bleibt das bewegendste und eindringlichste Dokument der Judenverfolgung im Nationalsozialismus. Weltweit ist es zu einem Symbol für den Nazi-Terror und das Elend der Verfolgten geworden.