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Geschichte / artikel

Krabat

Heute startet Krabat in den Kinos. Diese deutsche Fantasyproduktion beruht auf einem 1971 geschriebenen Buch von Otfried Preußler, der auch durch Bücher wie „Das kleine Gespenst“ oder Räuber Hotzenplotz bekannt wurde.

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Krabat_Krabat.jpgDeutschland zu Zeiten des 30-jährigen Krieges. Als wären Gewalt und Brutalität nicht genug, wütet auch noch die Pest und rafft viele Menschen dahin. Der 14-jährige Krabat (Bild) verliert in diesen Wirren Zeiten seine Mutter an die tödliche Krankheit.


Zusammen mit zwei Freunden zieht er durch das verwüstete Land. Während sie um ihr Überleben kämpfen, hat Krabat immer wieder Visionen. Daraufhin verlässt er seine Freunde und findet, den Visionen folgend, eine alte Mühle.


Der Müller erwartet ihn bereits und will ihn als Lehrling aufnehmen. Nach einer warmen Mahlzeit und Übernachtung entschließt sich Krabat zu bleiben. Doch die anderen Lehrlinge bereiten ihm nicht gerade einen herzlichen Empfang.


Krabat_Mueller.jpgNach und nach gewinnt Krabat Vertrauen zu Tonda, einem schon länger in der Mühle arbeitenden Lehrling. Und er beginnt, sich in die junge Kantorka zu verlieben. Krabat ist fleißig und verdient sich schließlich das Vertrauen des Müllers und wird als Lehrling in die Mühle aufgenommen – als Lehrling der schwarzen Magie. Dann erfährt Krabat das eigentliche Geheimnis der Mühle ...


Otfried Preußler beschreibt in „Krabat“ die Verführung durch Macht und stellt Begriffe wie „Freundschaft bis in den Tod“ auf die Probe. Preußler selbst, 1923 im Sudetenland geboren, bezeichnet Krabat als die Geschichte seiner Generation. Also einer Generation, die auch der Verführung durch Macht und vermeintlichem Heldentum durch die Versprechungen Hitlers erlegen ist und schließlich in Blut und Tod des zweiten Weltkriegs endete.


Krabat_hm.jpgDer Film vermittelt eine spannende, gruselige Atmosphäre. Nicht zuletzt die Auswahl der Drehorte trägt dazu bei. Unter anderem wurde in den Karpaten gedreht, das ist ein Gebirge mit eindrucksvollen Landschaften, das sich von Wien über Rumänien bis hin nach Serbien erstreckt.


Und auch die Schauspieler tragen ihren Teil zur düsteren Stimmung bei, besonders durch den von Christian Riedl gespielten Müllermeister. Weitere Darsteller sind Daniel Brühl, Robert Stadlober, Paula Kahlenberg und Robert Kross als Krabat, bekannt auch aus „Hände weg von Mississippi“.


Krabat ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden, modern auch „Coming of Age“ genannt. Verpackt ist das ganze in eine Geschichte über Magie und garniert mit fantastischen Bilder, die zum Teil an „Herr der Ringe“ erinnern. Wer sich für eine solche Kombination begeistern kann, für den ist dieser Film eine gute Wahl. Laut einigen Kritikern bietet das Buch aber mindestens ebenso viel Tiefe und Spannung. Der Kinobesuch ist also kein Muss, aber sicher ein unterhaltsamer Zeitvertreib an grauen Novembernachmittagen.
 
Text: -jj- // Bilder: © 20th Century Fox
 


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