Es begann mit einem Einbruch in das Hauptquartier der Demokratischen Partei im Watergate Hotel in Washington. Es entwickelte sich daraus eines der größten politischen Skandale in der US-Geschichte, die Watergate-Affäre um Richard Milhous Nixon. Die Folgen der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes am 24. Juli 1974 alle, den damaligen US-Präsidenten Nixon belastenden Tonbänder freizugeben, zwangen den Präsidenten letzten Endes von seinem Amt zurückzutreten.
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Am 17. Juni 1972 stellte ein aufmerksamer Wachmann im Watergate Hotel in Washington fest, dass ein Schloss zu einem Aufgang notdürftig wieder angebracht war. Er alarmierte die Polizei, die daraufhin fünf Männer festnehmen konnte. Diese Männer waren gerade damit beschäftigt eine Abhöreinrichtung neu auszurichten.
Einer der Männer, Howard Hunt, stand auf der Gehaltsliste des Weißen Hauses. Präsident Nixon und seine Berater einigten sich darauf, die Sache zu vertuschen und Hunt für sein Schweigen zu bezahlen.
Der Watergate Complex in Washington.
Die Spur führt zum Präsidenten Nixon
Die genauen Umstände der als "Watergate-Affäre" bezeichneten Tat, konnten nicht geklärt werden. Wahrscheinlich hoffte man, belastendes Material über den demokratischen Gegenkandidaten George McGovern zu erhalten, um auf diesem Wege die Wiederwahl Nixons zu sichern.
Tatsache ist, dass die Spuren schon nach kurzer Zeit zum damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten, dem Republikaner Richard M. Nixon, führten. Die folgende Unruhe, aufkommendes Misstrauen und Nachforschungen schwächten Nixon jedoch kaum. Am 7. November 1972 gewann Nixon die Wiederwahl zum Präsidenten.
Ein Porträt von Richard Milhous Nixon, dem 37. Präsidenten der Vereinigten Staaten.
Journalisten beweisen ihre Spürnasen in der Watergate-Affäre
An der Aufklärung der Affäre waren die Reporter Robert Woodward und Carl Bernstein von der Washington Post beteiligt. Für die beiden Reporter war der Fall lange nicht erledigt, und durch ihre Nachforschungen kam schließlich der ganze politische Sumpf ans Licht. Die Journalisten deckten Korruptionen größeren Ausmaßes auf: Illegale Wahlkampfspenden, schmutzige Tricks und Unregelmäßigkeiten in Nixons Einkommensteuererklärungen.
Die Geschichte von Robert Woodward und Carl Bernstein wurde als Hollywood-Produktion unter dem Titel "Die Unbestechlichen" mit Dustin Hoffmann und Robert Redford in den Hauptrollen verfilmt.
Die Schlinge um den Präsidenten Nixon zieht sich zu
1973 schlug die Watergate-Affäre immer höhere Wellen. Das Vertrauen der Öffentlichkeit in Nixon ließ drastisch nach, als er den Sonderstaatsanwalt im Watergate-Fall, Archibald Cox, entließ. Erschwerend kam hinzu, dass der Vizepräsident Spiro Theodore Agnew auf Grund einer Anklage wegen schwerer Korruption im gleichen Monat zurücktrat.
Der Rücktritt des US-Präsidenten Nixons
Nixon verlässt das Weiße Haus.
Bis zum Juli 1974 zogen sich die Ermittlungen und Streitigkeiten um das Tonbandmaterial, das Nixon belastete, hin. Da die vorerst freigegebenen Tonbänder als Beweismaterial gegen den Präsidenten Nixon unbrauchbar waren, ordnete der Oberste Gerichtshof am 24. Juli 1974 die Freigabe aller Tonbänder an. Daraus resultierend verschärfte sich die Situation für Nixon, und zum ersten Mal forderten Stimmen eine Amtsenthebung.
Um einer Amtsenthebung zuvorzukommen, entschied Nixon als Präsident zurückzutreten. Am 8. August unterschrieb der 37. Präsident der Vereinigten Staaten, Richard Milhous Nixon, seine Rücktrittserklärung. Nixon bestritt weiterhin jede Beteiligung oder Mitwisserschaft in der Watergate-Affäre.
Am 22. April 1994 starb Nixon an einem Gehirnschlag.
Die Präsidenten Gerald Ford, Richard Nixon, George Herbert Walker Bush, Ronald Reagan und Jimmy Carter.