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Geboren am 6. April 1904 in Ebingen/Württemberg als Sohn eines kaufmännischen Angestellten, wuchs Kurt Georg Kiesinger als Halbwaise auf, weil seine Mutter Domenica ein halbes Jahr nach seiner Geburt starb.
In den 1960er Jahren hatte die junge Bundesrepublik insgesamt vier Bundeskanzler. Das Jahrzehnt begann mit Konrad Adenauer, der 1963 von seinem Wirtschaftsminister Ludwig Erhard abgelöst wurde. Nach dem Bruch der Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP wurde Kiesinger als Kandidat für die Nachfolge Bundeskanzler Erhards nominiert. Am 1. Dezember 1966 wurde Kiesinger vom Bundestag zum neuen Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Am gleichen Tag bildete er eine Großen Koalition zwischen CDU/CSU und SPD, die die schwierigsten Probleme der Vorgängerregierung (wirtschaftliche Rezession, Haushaltsdefizit, bedrohliches Anwachsen des Rechtsradikalismus) in den Griff bekommen sollte.
Von da an blieb Kurt Georg Kiesinger Abgeordneter des Deutschen Bundestages. Bei den Bundestagswahlen 1980 verzichtete er auf eine erneute Kandidatur und schied zum Ende der Legislaturperiode aus dem Bundestag aus. Am 9. März 1988 starb er in Tübingen.
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