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Das Osmanische Reich
Nach Selims Tod erbte Suleiman im Jahr 1520 die Sultanswürde und übernahm die Macht. Er sollte 46 Jahre regieren. In dieser Zeit erreichte das Osmanische Reich den Höhepunkt seiner Macht und Kultur. Als Suleiman die Regierung übernahm, war das Osmanische Reich bereits als Weltmacht etabliert. Suleimans Vater Selim hatte bereits Pläne für eine osmanische Expansion im Westen ausgearbeitet. Suleiman wollte gleich nach seinem Amtsantritt Österreich angreifen und sich dazu mit Ungarn verbünden. Doch dort wurden die osmanischen Diplomaten verhaftet und später getötet.
1526 überrannten die Osmanen Ungarn und erschienen drei Jahre später vor Wien. Die Belagerung Wiens brachte den Türken jedoch keinen Erfolg. Das osmanische Heer hatte fast 20.000 Todesopfer hinnehmen müssen. Bis 1540 herrschte anschliessend zwischen Ferdinands und Sultan Suleimans Reichen Waffenstillstand.
Süleiman gilt als der größte Sultan der Osmanen. Er war ein weiser Gesetzgeber und Staatsmann, reorganisierte im Innern umfassend Steuersystem, Verwaltung und Justiz. Daneben förderte er Architektur und Literatur. Seine große Leidenschaft galt der Dichtkunst. So verfasste er unter dem Namen Muhibbi etwa 3000 Gedichte. In Istanbul ließ er zahlreiche prächtige Bauwerke errichten. Er beschließt die Periode der Blüte der osmanischen Herrschaft. Sein Sohn Selim II. folgte ihm auf den Thron.