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Zwischen zwei Meeren
Die türkische Metropole ist die bevölkerungsreichste Stadt der Türkei. Sie erstreckt sich auf beiden Seiten der Meerenge zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer, dem Bosporus.
Um 660 v. Chr. gründeten dorische Griechen Byzantion, eine Kolonie am europäischen Ufer des Bosporus. Durch die günstige geographische Lage stieg die Siedlung schnell zum bedeutenden Handelszentrum auf. Ende des 6. Jahrhunderts geriet sie in die Auseinandersetzungen zwischen dem Perserreich und den Griechen.
Nach dem Zerfall des Makedonenreichs, wurde die Stadt im Jahr 196 v. Chr. römischer Bundesgenosse. Diesen Sonderstatus büßte Byzantion erst unter Kaiser Vespasian ein.
Unter dem Byzantinischen Reich versteht man die östliche Hälfte des Römischen Reiches, die sich noch ein Jahrtausend nach der Zerstörung des Weströmischen Reiches bis 1453 behauptete.
Das Volk, welches wir heute als Türken kennen, nannte sich früher Osmanen. Der Name geht auf den Fürsten Osman (1299 - 1326) zurück, der Kleinasien erobert hatte. Seit dem 8. Jahrhundert bekannten sich die Völker in der Region zum Islam.
Im 19. Jahrhundert wollten viele Völker selbstständig werden, wodurch das Osmanische Reich kleiner wurde. Zu seiner endgültigen Zerschlagung kam es nach dem Ersten Weltkrieg.
Nun überschlugen sich die Ereignisse geradezu: Nachdem am 24. Juli 1923 die bis heute gültigen Grenzen des Staates festgelegt worden waren, ernennt Kemal am 13. Oktober die zentralanatolische Stadt Engürije zur neuen Hauptstadt, am 29. Oktober ruft er die türkische Republik aus.
Weltkulturerbe
Ein Türke hat mal gesagt "Istanbul ist reif für die Europäische Union - die Türkei nicht." Dieser Satz bringt die Problematik eines Beitritts der Türkei in die EU auf den Punkt.