Der Puppentrickfilm hat eine fast hundertjährige Geschichte. Damals wie heute begeistern solche Trickfilme Jung und Alt. Das Deutsche Filmmuseum zeigte dazu 2005 die Höhepunkte und ließ die Besucher im Werkstattbereich des Museums bei der Entstehung eines Trickfilms zusehen.
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Was ist ein Stop-Motion-Film?
Damit wir einen Film ruckfrei wahrnehmen, müssen pro Sekunde 24 Bilder gezeigt werden. Das Gehirn glaubt dann, eine flüssige Bewegung zu sehen. Bei Zeichentrick und Stop-Motion-Filmen wird jedes dieser Bilder extra aufgenommen. Die Figuren werden jeweils um ein kleines Stück weiterbewegt und ein neues Bild gemacht. So entsteht die Illusion der Bewegung.
Ein Zeichentrickfilm findet nur in zwei Dimensionen, in einer Ebene statt. Die besondere Atmosphäre eines Puppentrickfilms kommt durch die Dreidimensionalität zu Stande. Figuren in einem Stop-Motion-Film können Gelenkpuppen sein oder sie sind aus Knetgummi hergestellt.
Wie bei einem echten Film gibt es ein Bühnenbild, also eine Szenerie, in der der Film spielt. Natürlich ist alles ein wenig kleiner als in einem Hollywood-Studio. Ein Puppentrickfilm kann auch auf einem Küchentisch entstehen.
Seit wann gibt es die Stop-Motion-Filme?
Schon kurz nach der Einführung des Films kam man auf die Idee, auf diese Weise Trickfilme zu machen. Einer der frühesten und wohl bekanntesten ist der Film "King Kong" von Willis O´Brien aus dem Jahr 1932.
Was sind berühmte Puppentrickfiguren?
"King Kong" ist eine der berühmtesten. Und das "Sandmännchen" dürften auch die meisten von euch kennen. Schon seit 1959 schickt es die Kinder in den Schlaf - seit der Wende 1989 bundesweit.
Eine Kombination aus echtem und Trickfilm ist zum Beispiel die Serie "Luzi, der Schrecken der Straße". Zwei kleine Knetgummimännchen spielen zusammen mit einem Mädchen die Hauptrollen. "Luzi..." ist ein Beispiel für Claymation, die Animation von Knetfiguren.
Anders dagegen "Pan Tau". Der Zauberer mit dem Hut wird in den Tricksequenzen von einer Gelenkpuppe dargestellt. Ebenso sind die Monster aus den japanischen Godzillafilmen Gelenkpuppen.
Auch heute werden noch Stop-Motion-Filme produziert. Zum Beispiel "Hennen rennen" oder die "Wallace und Gromit"-Filme aus den Aardman-Studios. Aber auch in großen Hollywoodproduktionen wie "Terminator" oder "Jurassic Park" kam die Stop-Motion-Technik zum Einsatz.
Auf MTV gibt es das "Celebrity Deathmatch", bei dem Prominente aus Knetgummi gegeneinander antreten, ein weiteres Beispiel für Claymation.
In den letzten Jahren hat sich dank des Internets ein neues Hobby verbreitet, die so genannten "Brickfilms". Das sind Stop-Motion-Filme, bei denen alles aus Lego-Steinen besteht. Im Internet findet ihr viele Tools ("Hilfsprogramme"), mit denen ihr selbst Trick- und Brickfilme erstellen könnt.