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Die Hafenstadt im Südwesten der japanischen Hauptinsel Honshu wuchs um eine Ende des 16. Jahrhunderts errichtete Burg. Der Ausbau des Hafens (1889) und der Anschluss an die 1894 fertig gestellte Sanyo-Eisenbahnlinie zwischen Kobe und Shimonoseki führten zu einem Aufschwung Hiroshimas.
Am 6. August 1945 um 8:16 Uhr Ortszeit detonierte die vom US-Bomber Enola Gay abgeworfene US-amerikanische Atombombe "Little Boy" in etwa 600 m Höhe über dem bis dahin von Bombardierungen verschont gebliebenen Hiroshima. In dem etwa fußballgroßen Sprengkörper befanden sich 60 Kilogramm Uran, wovon etwa ein Kilogramm gespalten wurde. Die durch die Bombe erzeugte Hitze, war so gewaltig, dass ganze Stadtteile zu einer undefinierbaren Masse zusammenschmolzen. Dieser weltweit erste Atomwaffeneinsatz forderte zwischen 90.000 und 200.000 Todesopfer und zerstörte 80 % der Stadt.
Die Hafenstadt an der Südwest-Küste von Kyushu bekam erst ab Mitte des 16. Jahrhunderts historische Bedeutung, als portugiesische Seefahrer den Standort zu einem Handelsposten ausbauten. Nach einer wechselvollen Geschichte, in der die Europäer zwischendurch verfolgt und vertrieben worden waren, wurde Nagasaki im Jahr 1859 zum Freihafen. Berühmt wurde die Stadt durch den Schiffbau. Dieser Industriezweig ließ Nagasaki zum Ziel der Amerikaner im Krieg werden: Am 9. August 1945 um 11:02 Uhr warf der amerikanische Bomber "Bocks Car" eine Atombombe über der Mitsubishi-Waffenfabrik ab. Ursprüngliches Ziel waren die Schiffswerften gewesen.