Ein Team von Wissenschaftlern hat jetzt eine Forschungsstation auf dem weißen, treibenden Riesen errichtet. Der eisige Koloss hatte sich bereits im März 2000 vom Ross-Eis-Schelf getrennt und schwimmt nun langsam von der Eisfront weg.
Es ist vielleicht der größte Eisberg, der sich jemals aus dem Schelfeis der Antarktis gelöst hat. Die Wissenschaftler tauften ihn auf den Namen „B-15A“. Nun wollen die amerikanischen Forscher von der Universität Chicago mit Sensoren und speziellen Geräten die Bewegungen des Eisberges und das Meerwasser um ihn herum untersuchen.
Die Gletscher- und Klimaexperten hoffen, auf diese Weise neue Erkenntnisse über das Wetter und die zunehmende Erwärmung der Erde zu bekommen. Das Ablösen von solch riesigen Eisbergen vom Schelfeis hat jedoch nichts mit dem Klimawandel zu tun, betonen die Forscher. Das ist ein völlig normaler Vorgang, den man als Gletscherkalben bezeichnet. Für ihre Untersuchungen können sich die Forscher ruhig Zeit lassen, denn es dauert viele Monate bis der Eisriese, der über 40 Meter aus dem Wasser ragt, instabil wird.
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