Frag nach!

Jede Woche beantworten wir euch Fragen zu allen möglichen Themen. Florian, 7 Jahre, fragt:

Wie entsteht Wind?

Die Antwort:

Es gibt sie als leichte Brise oder stürmische Orkane. Als angenehmenen Lufthauch oder peitschend von vorne mitten ins Gesicht. Man kann sich von ihnen treiben lassen oder muss gegen sie ankämpfen - die Winde. Wie entstehen sie? Das fragt Florian, 7 Jahre.

Wind
Wind entsteht durch das Zusammenspiel der warmen und kalten Luftschichten. Quelle © adreiuc88, shutterstock
 

Die Erde wird von den Sonnenstrahlen erwärmt, die auf die Erdoberfläche treffen. Land und Meer heizen sich aber verschieden schnell auf. Die Strahlen erwärmen die Luft über dem Land schneller als die Luft über dem Meer.
Warme Luft ist hat eine geringere Dichte als kalte Luft, dehnt sich beim erwärmen aus und steigt deshalb nach oben. Also steigt die warme Luft über dem Land auf und kühlt sich im Himmel wieder ab. Diese kühle Luft zieht hinaus aufs Meer. Dort sinkt sie ab und drückt dabei kühle Luft gegen das Land. Kühlere Luft vom Meer strömt also immer nach. Diese Luftbewegung, die hier entsteht, ist der Wind.

Wind kommt in Bewegung, weil die unterschiedlich erwärmte Luft einen unterschiedlichen Druck hat. Kalte Luft hat einen höheren Druck als die aufsteigende Warmluft.

Hoch- und Tiefdruckgebiete

Die Zone, in der die Luft nach oben steigt, nennt man Tiefdruckgebiet. Im Tiefdruckgebiet sinkt der Luftdruck, weil sozusagen weniger Luft da ist. In den Tiefdruckgebieten ist es oft bewölkt, es regnet oder schneit.
 
Die Hochdruckgebiete sind die Zonen, in denen die Luftmassen nach unten sinken. So wird der Luftdruck erhöht. Hier ist der Himmel meist klar und es ist schön.

Sinkt kalte Luft ab, entsteht ein hoher Druck, ein Hochdruckgebiet. Steigt warme Luft auf, entsteht ein geringer Druck, ein Tiefdruckgebiet. Da sich die Luft immer von Hoch- zu Tiefdruckgebieten bewegt, entsteht Wind.

Weil sich die Erde dreht, drehen sich auch die kalte und die warme Luft: In den Tiefdruckgebieten dreht sie nach links, in den Hochdruckgebieten nach rechts. Auf der Südhalbkugel genau andersherum. Verantwortlich dafür ist die Corioliskraft. Die Luftmassen der Atmosphäre sind eigentlich immer in Bewegung.

Noch mehr zum Thema erfährst du in WAS IST WAS Band 7 Wetter. Sonne, Wind und Wolkenbruch