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Warum hat der Saturn Ringe?

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Warum hat der Saturn Ringe?

Das möchter Nadine aus Olfen gerne wissen.

Die Saturnringe bestehen aus Milliarden kleiner Monde, Brocken aus Fels und Eis. Es sind Tausende von Einzelringen. Der Saturn ist ein Gasplanet, der einen felsigen Kern hat und einen Mantel aus flüssigem Wasserstoff und Helium.

Die Ringe des Saturn liegen alle auf derselben Ebene. Man könnte sie mit einer Schallplatte vergleichen, mit breiten und schmalen Rillen. Die Ringe sind 250.000 Kilometer breit, aber nur 100 Kilometer hoch.

Die Ringe werden zum einen durch den Saturn zusammengehalten, zum anderen aber auch durch die zahlreichen Monde des Saturn. Diese Monde kreisen hauptsächlich außerhalb der Ringe um den Saturn.

Der Ursprung der Ringe des Saturn ist unbekannt. Forscher sind allerdings der Meinung, dass die Ringe nicht zur selben Zeit wie der Planet selbst entstanden sind. Obwohl er seine Ringe vielleicht schon seit seiner Entstehung besitzt, sind die Ringsysteme nicht stabil. Sie müssen ständig erneuert werden.

Forscher gehen von zwei Möglichkeiten aus, wie die Ringe entstanden:

1. Ein Komet ist dem Saturn zu Nahe gekommen. Durch die starken Gravitationskräfte wurde er zerrissen. Der Ring besteht aus den restlichen Materialien des Kometen, die aufgrund der Anziehungskraft auf der Bahn um den Planeten gehalten werden.

2. Ein Asteroid zerstörte einen der vielen Saturnmonde. Aus seinen Trümmern bildeten sich die Ringe.

Im Juli 2004 erreichte die Cassini-Sonde nach sieben Jahren den Saturn und schickte Bilder zur Erde. Durch Cassini wurden zum Beispiel drei bisher unbekannte Monde des Saturn entdeckt: Methone, Pallene und Polydeuces, so die Namen der Monde, haben alle drei einen Durchmesser von weniger als vier Kilometern.

Außerdem stellten die Wissenschaftler fest, dass die Ringe des Saturn viel deutlicher von einander getrennt sind, als bisher angenommen. Und die Wissenschaftler konnten dank der sehr scharfen Bilder so genannte "Mini-Ringe" ausmachen, die zwischen den schon bekannten Ringen des Saturn liegen. Die Forscher wollen nun untersuchen welche Kräfte und welche anderen Himmelskörper die Ringe beeinflussen.

Farbaufnahmen zeigten außerdem, dass die einzelnen Ringe in unterschiedlichen Rottönen erstrahlen. Da aber alle Ringe aus fast reinem, farblosem Wassereis bestehen, glauben die Forscher, dass die Ringe andauernd mit anderen Materialien verschmutzt worden sein.

Bild: NASA/PD

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