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Blinde Kuh gewinnt Grimme Online Preis

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Blinde Kuh gewinnt Grimme Online Preis

Am 2. Juni 2006 war es soweit die Sieger des Grimme Online Awards wurden ausgezeichnet. Mit dabei: die Suchmaschine für Kinder und Jugendliche www.blinde-kuh.de. Jahrelang hatten die zwei Gründer das Online-Portal ehrenamtlich aufgebaut und zu einer der meistbesuchten deutschsprachigen Kinderseiten werden lassen. Wir stellen euch die Blinde Kuh und den Preis, den sie gewonnen hat, vor.

Foto:  Birgit Bachmann nimmt den Preis entgegen.

Nur drei können gewinnen

Der Grimme Online Preis ist ein Ableger des bekannten und begehrten Grimme Fernsehpreises. Der Internet Award prämiert jedes Jahr deutschsprachige Seiten von besonders guter Qualität.

Aus über 1300 Vorschlägen wurden zunächst 22 Seiten für die Nominierung vorausgewählt. Dann traf die Jury aus Medienwissenschaftlern und Internetexperten die Entscheidung für die drei Sieger. Je einen in den Sparten Information, Wissen und Bildung sowie Kultur und Unterhaltung. Dabei traten Internetseiten für Erwachsene und solche für Kinder gemeinsam an.

Wichtig war den Juroren, dass die Seiten qualitativ hochwertig, gut zu bedienen und kreativ gestaltet sind. All das trifft für die Blinde Kuh zu, die im Bereich Wissen und Bildung das Rennen machte. Die Website war erst im April 2006 völlig neu gestaltet worden. So eine Erneuerung nennt man auch Relaunch (sprich: rilauntsch).

Wir gratulieren der Blinden Kuh ganz herzlich zum Grimme Online Award!

Warum eine eigene Suchmaschine für Kinder?

1997, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, startete die Blinde Kuh als ehrenamtliche Privatinitiative.

Die Idee ihrer Gründer Birgit Bachmann und Stefan Müller aus Hamburg war, eine Basis zu schaffen, von der aus sich Kinder sicher im Internet bewegen und gezielt Seiten ansteuern können, die ihrem Alter und ihren Interessen gemäß sind.

Gibt man in allgemeine Suchmaschinen einen Begriff ein, so findet man selten auf den ersten Blick Seiten, die für Kindern und Jugendliche interessant gestaltet sind. Sprache und Funktion von Onlineangeboten für Erwachsene sind meist völlig anders als von solchen, die speziell auf Jüngere zugeschnitten sind.

Tolle Angebote als positiver Jugendschutz

Eine eigene Suchmaschine ist darüber hinaus ein positiver Beitrag zum Jugendschutz. Verbote und Filtersoftware allein reichen nicht aus um einen Schutz vor Inhalten zu bieten, die für Kinder ungeeignet sind.

Eine Vielfalt von altersgerechten Seiten, in denen ihr das findet, was euch interessiert und wo ihr euch zuhause fühlen könnt, sind mindestens ebenso wichtig.

Bei der Blinden Kuh wird immer wieder betont, dass es nicht darum geht, euch in einen Internet-Kindergarten einzusperren sondern euch eine Vielfalt guter Seiten anzubieten.

Außerdem wird Aufklärung über Gefahren und mögliche Stolperfallen im Internet groß geschrieben und findet sich gleich auf der Startseite.

Viele Wege führen nach Rom oder wohin ihr wollt

Da sich die Blinde Kuh an Kinder und Jugendliche von 6 bis etwa 12 Jahre richtet, deren Interessen und Fähigkeiten sehr verschieden sind, gibt es auf der Seite verschiedene Möglichkeiten zum Suchen:

Diejenigen, die noch nicht lesen können, klicken auf Bilder (siehe links oben), die auf Rubriken wie Spiele, Lernen oder Tiere verweisen. Die Älteren können systematisch an Themen-Bäumen (siehe rechts unten) ihr Gebiet finden oder aber einfach Schlagworte in die Suchleiste eingeben.

Alle verlinkten Seiten werden kommentiert und sind mit Altersangaben versehen. Falls ihr keine Lust habt, euch vorher auf ein Stichwort festzulegen,  schießt euch ein Beamer per Zufallsgenerator in die Online-Welt.

Außerdem gibts jede Menge eigene Inhalte von der Blinden Kuh, zum Beispiel leckere Kochrezepte, eine Rechenmaschine, die auch den Rechenweg angibt oder einen Hieroglyphen-Übersetzer.

Das Netz nutzen

Doch den Machern der Blinden Kuh geht es nicht nur darum, auf andere gute Seiten zu verlinken. Sie wollen den Vernetzungsgedanken, der dem Internet zugrunde liegt nutzen, um gemeinsam mit vielen anderen Seiten Sachen auf die Beine zu stellen, die einer allein nicht bewältigen könnte.

Ein Ergebnis dieser Initiative ist seitenstark.de. Die Arbeitsgemeinschaft vernetzter Internetseiten hat es sich zum Ziel gemacht, die angeschlossenen Kinderseiten noch bekannter zu machen sowie Förderer und Unterstützer dafür zu finden.

Der Blinden Kuh ist das bereits gelungen. Seit 2004 wird das Online-Portal vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auch finanziell gefördert.

Die neueste Gemeinschaftsproduktion von Seitenstark ist übrigens der WM-Bereich, zu dem viele Kinderseiten ihren Beitrag leisten, auch wir von wasistwas.de

Und hier gehts lang zu

www.blinde-kuh.de
www.seitenstark.de
www.seitenstark.de/wm2006/

Viel Spaß beim Surfen, Suchen und Finden mit der Blinden Kuh!

Text: LM 08.06.06

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt