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Welche Religion haben die Indianer?

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Welche Religion haben die Indianer?

Die Indianer sind sehr gläubige Menschen. Allerdings glaubten sie ursprünglich nicht an einen Gott, so wie zum Beispiel die Christen. Wie muss man sich den indianischen Glauben vorstellen? Das möchte Linda aus Coesfeld wissen.

Die Indianer glaubten an übernatürliche Mächte und Kräfte. Aber diese Kräfte entsprachen nicht dem christlichen oder jüdischen Gott oder Allah. Sie stellten sich diese Mächte auch nicht als Mensch vor.

Vielmehr war es eine übernatürliche Kraft zu der zum Beispiel auch die Sonne gehörte, die Licht, Leben und Wärme spendete. Die einen Indianer nannten diese Mächte Manitu, andere Wakonda. Alle Indianer meinen - egal wie sie es nennen - Kräfte und Energien, die allem innewohnen, egal ob es sich dabei um einen Stein, eine Pflanze, ein Tier, den Menschen, einen Blitz oder Donner oder die Wolken handelt. Alles Natürliche wird durch diese Kräfte beseelt. Und diese Kräfte können das Leben und Sein all dieser natürlichen Erscheinungen positiv beeinflussen. Sie können ihnen aber auch gefährlich werden.

Neben diesen Kräften, glaubten verschiedene Indianervölker auch an persönliche Schutzgeister. Das waren oft Tiere wie Adler, Biber, Bär, Wolf oder Wale. So glaubten Indianer an der Nordwestküste, von einem bestimmten Tier abzustammen, dem so genannten Totemtier. "Totem" bedeutet so viel wie "Er ist mein Verwandter". Diese Tiere beschützten einen ganzen Clan. Aber es gab auch die ganz persönlichen, tierischen Schutzgeister. So trug man einen Talisman, wie eine Vogelfeder, einen Zahn oder eine Kralle des Tieres bei sich. Diese verliehen dem einzelnen Indianer besondere Kraft oder Weisheit oder Mut oder Ausdauer.

Andere Indianer glaubten nicht an die Tierschutzgeister. So zum Beispiel die Hopi. Sie hatten stattdessen so genannte Kachina-Figuren. Das waren Ahnengeister von Verstorbenen und Geister von Tieren und Pflanzen, Steinen und Sternen. Es gab Kachina- Bünde, in die nur Männer ebitreten durften. Durch Masken und Kostüme verwandelten sich diese Männer tanzend in Geistwesen.

Hatte ein Indianer besonders ausgeprägte übernatürliche Kräfte und Fähigkeiten, so konnte er zum Medizinmann oder Schamanen seines Volkes werden. Ein Medizinmann hatte die Gabe zwischen den Geistern und den Menschen zu vermitteln. Er war weise und sein Rat wurde befolgt.

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