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Warum verlor das alte Rom immer mehr an Macht?

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Warum verlor das alte Rom immer mehr an Macht?

Im 2. Jahrhundert nach Christus hatte das römische Reich eine Ausdehnung von Syrien und Aägypten über Mauretanien, die iberische Halbinsel, dem heutigen Frankreich bis nach Großbritannien, Belgien und der heutigen Türkei. Doch nach und nach verlor das römische Reich immer mehr an Macht und Einfluss. Woran lag das? Carolin aus Gelsenkirchen möchte diese Frage beantwortet haben.

Der Verfall des römischen Reiches zog sich über mehrere Jahrhunderte hin. Dieser Machtverlust hatte sowohl innen- als auch außenpolitische Gründe.
Das enorme Herrschaftsgebiet Roms war gleichzeitig auch ein Grund für die Probleme des Reiches. Es war in all seiner Größe und an seinen Grenzen schwer zu kontrollieren und gegen feindliche Volksstämme zu verteidigen.

An seinen Grenzen lebten durchaus angriffslustige Völker, die römisches Gebiet erobern wollten. Schon im 3. Jahrhundert fielen einige Stämme in das römische Reich ein. So die Goten aus Russland, die 276 nach Christus Athen einnahmen.

Die römische Führung sah nur eine Lösung, wie dieses riesige Reich zu beherrschen war: die Teilung. So wurde unter der Herrschaft des Kaisers Theodosius das Westreich mit der Hauptstadt Rom und das Ostreich mit der Hauptstadt Konstantinopel geschaffen.

In das weströmische Reich drangen die Wesgoten und auch die Wandalen ein. Der letzte weströmische Kaiser, Romulus Augustus, regierte 475 - 476 nach Christus.

Das oströmische Reich, zu dem Griechenland und Ägypten zählten, versuchte die Gebiete, die das weströmische Reich verloren hatte, zurückzugewinnen. Doch immer mehr Gebiete im Westen gingen an die feindlichen Eindringlinge. Außerdem übernahmen die Muslime Afrika und Spanien. Bis 1454 nach Christus wurde das Ostreich noch von Kaisern regiert, dann nahmen die Türken Konstantinopel ein.

Innenpolitische Gründe waren der Kampf um die Macht in Rom. Außerdem wütete im 2. Jahrhundert nach Christus auch die Pest, die die Schlagkraft des Heeres schwächte.
Durch die einfallenden Stämme, steckten die Randgebiete in andauernden Not- und Angstsituationen. Es kam zu einer Währungskrise, weil das Heer enorme Geldmengen verschlang. Zwischen 235 und 285 wechselten sich sechsundzwanzig Kaiser ab, die von den Truppen gewählt und wieder abgesetzt wurden. In den Provinzen waren Plünderungen und Verwüstungen alltäglich.

Außerdem wird bei den reichen Römern auch ein Verfall der Sitten beklagt, der auch zum Verfall des Reiches mitbeigetragen haben soll. So war Korruption ein ständiges Problem.

Im Jahr 284 wurde Diokletian zum Kaiser ernannt. Er reformierte das Heer. Und verschärfte die Steuergesetze, zum Nachteil der Bauern. Er versuchte die Zentralgewalt aufzuteilen, doch sein Modell war nur von kurzer Dauer. Nach seiner Abdankung kam es wieder zum Streit um die Macht. Konstantin wurde zum Alleinherrscher des Imperiums. Konstantin wählte auch die neue Stadt Konstantinopel als neues Zentrum seiner Macht. Rom und das Weströmische Reich gerieten aber zunehmend in eine Krise.

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