Archiv

In unserem Archiv findest du die beliebtesten Texte und Kinderfragen aus 15 Jahren wasistwas.de. Klick rein in deine Lieblingsthemen!

Vor 125 Jahren: Sitting Bulls triumphaler Sieg bei Little Bighorn

Berühmte Personen

Vor 125 Jahren: Sitting Bulls triumphaler Sieg bei Little Bighorn

1876, am 25/26 Juni, konnten die Sioux-Indianer unter ihrem großen Häuptling Sitting Bull, im heutigen Montana, ihren letzten großen Sieg gegen die Weißen erringen.

Tatanka Yotanka befragt Gott Wakan Tanka

Sitting Bull, der mit indianischem Namen Tatanka Yotonka heißt, war bereit für das Recht seines Volkes zu kämpfen. Mit einem Ritual befragte er den Gott der Sioux, Wakan Tanka, was er gegen die Feinde tun solle. Die Antwort war eindeutig: Sitting Bull sah in einer Vision unzählige weiße Soldaten vom Himmel tot auf die Erde fallen. Das Zeichen für den sicheren Sieg. Die Indianer bereiten sich daraufhin auf einen Kampf vor.

Seine Vision wird Wirklichkeit

Nur wenige Wochen später, am 25.Juni, griff das siebte US-Kavallerieregiment unter Generalmajor George Amstrong Custer das Sioux-Lager an. Es wurde eine der blutigsten Schlachten im Krieg der amerikanischen Regierung gegen die Ureinwohner des Landes. Keiner der über 250 Soldaten, die am Angriff auf die Sioux beteiligt waren, überlebte den Kampf. Wie später bekannt wurde, töteten sich aber viele Soldaten selbst, weil sie fürchteten, dass die Indianer Gefangene besonders grausam foltern würden.

Die Amerikaner rächen sich

Nach diesem triumphalen Sieg, jagte die US-Regierung die Sioux noch schärfer. Der Zusammenschluss der befreundeten Stämme zerbrach und Häuptling Sitting Bull musste nach Kanada fliehen. 1881 kehrte er in das Reservat zurück, da ihm die US Regierung Straffreiheit zugesichert hatte. Als allerdings ein erneuter Indianeraufstand befürchtet wurde, töteten die Militärs Sitting Bull. Dadurch wuchs die Kampfbereitschaft der Indianer noch mehr.

Ein Massaker zerschlägt die Hoffnungen der Sioux

Kurz nach der Ermordung Sitting Bulls schlugen die US-Truppen dann, mit dem Massaker von Wounded Knee (verwundetes Knie), den Widerstand der Sioux-Indianer endgültig: Mehr als 300 Männer, Frauen und Kinder wurden in einem einzigen Kugelhagel brutal getötet.Diese blutige Episode zeigte deutlich, dass die Hoffnungen der Indianer ihr Land zurückzubekommen, trotz des Sieges am Little Bighorn, nicht erfüllt werden konnten.

Mehr über dieses Thema erfahrt ihr im WAS IST WAS Band 43 Die Indianer



IRI - 26.06.2001, Bild: aus WAS IST WAS 43: Die Indianer.

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt