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Martin Luther King: Symbolfigur des Widerstands

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Martin Luther King: Symbolfigur des Widerstands

Viele Menschen haben in den 50er und 60er Jahren zum Erfolg der Bürgerrechtsbewegung in den USA beigetragen. Symbolfigur war der Pfarrer Martin Luther King, ein charismatischer Redner und Verfechter der Gewaltfreiheit. Am 15. Januar 1929 kam er in Atlanta zur Welt.

Martin Luther King wuchs in einer sehr religiösen Familie auf, in der politisches und soziales Engagement groß geschrieben wurden. Wie die meisten Schwarzen in den USA erlebte auch er Diskriminierung jeden Tag am eigenen Leib. Als Führungsfigur der Bürgerrechtsbewegung kämpfte er gewaltlos für die Gleichstellung der Schwarzen in der amerikanischen Gesellschaft.

Gleiches Recht für alle

Zu jener Zeit war in den USA Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen an der Tagesordnung. Den Schwarzen wurden ihre Rechte als Bürger verwehrt. Sie durften vielerorts nicht wählen, mussten in Restaurants in getrennten Bereichen und im hinteren Teil von Bussen sitzen oder durften nur Toiletten für Schwarze benutzen.

Sie konnten nicht die gleichen Schulen besuchen wie Weiße und wurden auch im Berufsleben diskriminiert. Der Bürgerrechtsbewegung ist es zu verdanken, dass die Gleichstellung der Schwarzen endlich gesetzlich verankert wurde.

Was ist Gewaltlosigkeit und warum war sie so erfolgreich?

Kings Devise der Gewaltlosigkeit bedeutet, dass man in keinem Fall körperliche Gewalt anwenden darf, egal, ob man selber geschlagen oder misshandelt wird. Sie ist aber nicht gleichbedeutend mit Tatenlosigkeit oder Passivität. Wer gewaltlosen Widerstand leistet, soll durchaus aktiv gegen eine Sache vorgehen. Im Fall der Bürgerrechtsbewegung geschah dies durch Demonstrationen, Boykottaktionen, Sitzstreiks oder auch die Nichteinhaltung von ungerechten Gesetzen.

Die Gewaltlosigkeit der Aktionen war Voraussetzung für deren Erfolg, da sie dem weißen Amerika und der Presse keinerlei Angriffsfläche bot. Im Gegenteil: Oftmals kam es zu Gewaltausbrüchen weißer Bürger oder Polizisten, bei denen Bürgerrechtler verletzt oder gar getötet wurden.

Je mehr Gewalt gegen die Demonstranten angewandt wurde, desto erfolgreicher war im Endeffekt die Aktion. Die Empörung im In- und Ausland über die Brutalität der Bürgerrechtsgegner wurde dann nämlich so groß, dass sich die Regierung dem Druck der Öffentlichkeit beugen und die Forderungen der Bürgerrechtler erfüllen musste.

Die richtigen Worte

Es war auch der Wortgewandtheit Kings zu verdanken, dass die Bewegung so viel Sympathie und Unterstützung in der Öffentlichkeit fand. King wandte sich in seinen Reden nie in Wut oder Hass gegen das weiße Amerika an sich, sondern gegen die Ungerechtigkeiten des Systems.

Er machte auf die schlechte Situation der Schwarzen aufmerksam und forderte die in der Verfassung festgelegten Rechte für die schwarze Bevölkerung ein. Dadurch fand er bei der Mehrheit der Bevölkerung Zustimmung.

Tod bleibt ungeklärt

Bis heute ist nicht geklärt, wer King am 4. April 1968 in einem Motel in Birmingham erschossen hat. Zwar wurde der entflohene Sträfling James Earl Ray zum Mörder erklärt, er wurde jedoch ohne Verfahren verurteilt und hat bis zu seinem Tod seine Unschuld beteuert.

Im Jahr 2000 wurde der Fall neu aufgerollt und die Jury kam zu dem Ergebnis, dass King einer Verschwörung zum Opfer fiel, in die auch die amerikanische Regierung verwickelt war. Beweise gibt es jedoch nicht.

Viele weitere Infos und Bilder findet ihr auf der Homepage des Martin-Luther-King-Zentrums.

- ak - 13.01.2004; Foto:PD

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