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Ein englischer Held: Admiral Nelson

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Ein englischer Held: Admiral Nelson

Admiral Nelson war ein Mann der Geschichte schrieb. Mit seinen umstrittenen Entscheidungen gewann er wichtige Schlachten gegen die Franzosen unter Napoleon. Noch immer ist Lord Nelson ein britischer Volksheld, der für seine Siege und seinen unerschrockenen Kampf bis zum Tod berühmt ist.

Mit zwölf Jahren zur Marine!

Horatio Nelson wurde am 29.09.1758 als dritter Sohn eines Geistlichen im englischen Norfolk geboren. Schon mit zwölf Jahren kam er unter der Obhut seines Onkels zur britischen Kriegsmarine. Statt zu spielen, erlernte der Junge die Seefahrerei, aber auch Kriegslisten und taktiken. Mit 19 Jahren diente Nelson in der Karibik und im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Schnell machte der ehrgeizige, junge Mann Karriere: 1778 wurde er zum Commander und nur ein Jahr später Kapitän.

1793 begann der Krieg der Briten gegen das revolutionierende Frankreich. Nelson wurde zum Kommandanten der Agamemnon ernannt und ins Mittelmeer beordert. Er nahm an der britischen Besetzung der Stadt Toulon teil.

Lady Hamilton

Während er sich in Neapel aufhielt, von wo aus er Truppen nach Toulon geleiten sollte, lernte Nelson die Ehefrau des britischen Botschafters, Lady Hamilton, kennen eine schicksalhafte Begegnung. Sie wurde seine Geliebte, schenkte ihm später sogar eine Tochter und blieb bis zu seinem Tod seine Geliebte - eine für die damalige Zeit skandalöse Beziehung. Nur durch die großen militärischen Erfolge konnte Nelson seine gesellschaftliche Stellung trotz dieser Beziehung wahren.

Die Wende im Seekrieg

Nachdem sich die britischen Truppen aus Toulon zurückgezogen hatten, besetzten sie Korsika. Bei den Gefechten verlor Nelson ein Auge.

Seinen ersten Erfolg feierte Nelson 1797. Damals hatte er entscheidenden Anteil am Sieg der Briten über die spanische Flotte, die damals die Franzosen unterstützte, vor Kap St. Vincent in Portugal. Er widersetzte sich entschlossen den Befehlen seines Admirals, lief aus der Schlachtlinie und eroberte mehrere spanische Schiffe. Durch sein Manöver siegte die britische Flotte. Diese Aktion hätte ihn seine Karriere gekostet, wäre sie misslungen. So verhalf sie ihm zum Ritterschlag (Lord) und der Beförderung zum Konteradmiral.

Die Schlacht vor Abukir

Im selben Jahr führte Nelson auch einen übereilten Angriff auf Teneriffa aus, bei dem er seinen rechten Arm verlor. Doch nur ein Jahr später, 1798, kehrte Nelson zum Dienst zurück und nun jagte er die französische Mittelmeerflotte Napoleons, die aus Toulon ausgebrochen war, noch verbissener.

Am 01. August spürte er die 17 Schiffen vor Abukir auf. Napoleon wollte Ägypten erobern und dann die Briten in Indien angreifen. Nelson griff die Schiffe in der Bucht an. Die Schlacht, in der Nelson sein taktisches Geschick und seine Unerschrockenheit bewies, dauerte bis in die Nacht. Am Ende waren die Franzosen geschlagen und nur vier ihrer Schiffe wurden nicht versenkt. Diese Schlacht am Nil machte Nelson berühmt und brachte ihm den Baronstitel.

1801 wurde Nelson zum Vizeadmiral ernannt. Sein Einsatzgebiet war nun die Ostsee, wo er gegen die Dänen kämpfen sollte. Nach einem harten Kampf mit hohen Verlusten gelang ihm der Sieg.

Die Schlacht von Trafalgar

Der Frieden von Amiens hatte kurzzeitig den Krieg zwischen Frankreich und England beendet.
1803 brach der Kreig aber erneut aus und Nelson wurde Oberbefehlshaber im Mittelmeer. Er blockierte einen französischen Flottenverband in Toulon. Als die Franzosen die Blockade durchbrachen, verfolgte Nelson die alliierte französisch-spanische Flotte mit seinen Schiffen bis in die Karibik und wieder zurück nach Europa.

Die Franzosen, unter dem Kommando des französischen Vizeadmirals Pierre Charles de Villeneuve, segelten nach Spanien und suchten in Cádiz Zuflucht. Die Briten blockierten die Stadt. Die Franzosen durchbrachen die Blockade und segelten zum spanischen Kap von Trafalgar. Dort kam es am 21. Oktober 1805 zur entscheidenden Schlacht. Sie endete mit einer verheerenden Niederlage der französisch-spanischen Flotte: 20 Schiffe erobert oder zerstört. Auf britischer Seite ging dagegen kein einziges Schiff verloren.

Nelsons Ende

Kurz nach Beginn der Schlacht traf eine Kugel den Admiral. So bekam Nelson zwar noch den erfolgreichen Ausgang der Schlacht mit, starb aber kurz darauf. Durch seinen erfolgreichen Einsatz wurden Napoleons Pläne, Indien einzunehmen endgültig zunichte gemacht. Nelson erhielt ein pompöses Staatsbegräbnis und wird noch heute in England als Held verehrt. Wenn ihr nach London kommt, dann könnt ihr euch noch immer davon überzeugen: Auf dem Trafalgar Square, einem Platz im herzen der britischen Hauptstadt werdet ihr die Nelson Säule finden, zu Ehren Admiral Nelsons und seines hitorischen Sieges gegen die Franzosen vor Trafalgar.

-ab-29.09.03 Text/Fotos: siehe www.robert-morten.de.

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