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Dustin Hoffman: Vielseitigkeit als Markenzeichen

Dustin Hoffmans Eltern waren riesige Filmfans. Deshalb tauften sie ihren Sohn auch nach einem berühmten Stummfilmcowboy. Wer hätte damals ahnen können, dass ihr Spross selbst ein großer Star werden würde? Heute gilt Dustin Hoffman als einer der wandlungsfähigsten Charakterdarsteller Hollywoods.

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Dustin Hoffman
Eigentlich wollte Dustin Hoffman Konzertpianist werden. Deshalb besuchte er zunächst das Musikkonservatorium in Los Angeles, um seine Liebe für Jazz-Rhythmen auszuleben. Schauspiel belegte er nur im Nebenfach. Doch bald entdeckte der kleine Student (Körpergröße: 1,66 m), dass er auch auf der Bühne ein ganz Großer werden könnte.
 
Der Broadway ruft
 
Kurzerhand verlegte das Nachwuchstalent seinen Wohnort von Kalifornien nach New York. Fürs Filmbusiness, so glaubte der jüdischstämmige Amerikaner damals, sei er nicht attraktiv genug. Gut für Hoffman – denn so sammelte er ausgiebig Lebens- und Schauspielerfahrung, die ihm später in seinen anspruchsvollen Filmrollen zugute kamen. Vom Job in der Psychiatrie bis hin zum ersten kleinen Broadway-Part reichte sein Beschäftigungsspektrum damals.
 
Vom Fleck weg engagiert
 
Nach wenigen Jahren trug Hoffmans Arbeit erste Früchte. Er trat gelegentlich in Fernsehserien auf, spielte Theater und hatte sogar schon erste Auszeichnungen gewonnen. 1966 dann die große Überraschung: Regisseur Mike Nichols engagierte ihn vom Fleck weg als Hauptdarsteller für seinen Film „Die Reifeprüfung“. Dustin Hoffman war zu diesem Zeitpunkt zwar schon 30 Jahre alt, doch besaß neben seinem jugendlichen Aussehen auch die nötige Erfahrung, einen naiven College-Absolventen zu spielen, der in die erotische Zwickmühle zweier Frauen gerät.
 
"Reifeprüfung" bestanden
 
Hoffmans Filmdebüt wird zum vollen Erfolg. Bereits für seinen ersten Leinwandauftritt erhält er eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller. Mit der begehrten Trophäe klappte es zwar nicht auf Anhieb, dafür flogen dem Jungstar die interessanten Rollenangebote nur so zu.
 
Ein wandelbarer Mime
 
In seinen nächsten Filmen wie „Little Big Man“ (1970), „Papillon“ (1973), „Der Marathon-Mann“ (1976) oder als „Tootsie“ (1982) in Frauenkleidern beweist der Mime nicht nur, dass er ein hervorragender Schauspieler ist, sondern stellt auch seine enorme Wandlungsfähigkeit unter Beweis. Sie wird bald zum Markenzeichen des Kaliforniers.
 
Intensives Rollenstudium
 
Dustin Hoffman ist dafür bekannt, dass er sich minutiös auf seine Rollen vorbereitet. Wie sein Schauspielkollege Robert de Niro war auch er in New York ein Schüler des berühmten Theaterpädagogen Lee Strasberg, der im Unterricht immer die volle Identifikation mit der gespielten Person forderte. Für seine glänzende Darstellung des autistischen Zahlengenies in „Rain Men“ studierte er das Krankheitsbild wochenlang in der Psychiatrie.
 
Sechs Oscarnominierungen
 
Dieser schwierige Part war eine der größten Herausforderungen in Hoffmans Schauspielerkarriere. Dafür klappte es 1988 auch mit dem Oscar. Übrigens schon sein zweiter: Den ersten Goldjunge gab es 1979 für das Scheidungsdrama „Kramer gegen Kramer“. Insgesamt konnte sich der Superstar bisher über sechs Nominierungen freuen.
 
Wieder "Peter Pan"-Film
 
Seit seinem letzten großen Erfolg, der Politsatire „Wag the dog“ (1997), ist es ruhiger um den in zweiter Ehe verheirateten Hollywoodstar geworden. Doch auch wenn Hoffman sich inzwischen häufiger Ruhepausen gönnt – ans Aufhören denkt er noch lange nicht. Für das nächste Projekt steht er bereits in den Startlöchern. An der Seite von Johnny Depp dreht Hoffman „Neverland“, in dem er den Freund und Gönner des Peter-Pan-Erfinders J.M. Barrie verkörpert. Nach der Titelrolle des bösen Käpt`n in Steven Spielbergs „Hook“ (1992) übrigens schon sein zweiter Film, der sich mit der bekannten Fantasy-Figur beschäftigt.
 
Nic – 07.08.2002 / Foto: Autogrammkarte

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