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Aktuelles / Reportage Film / Stars

Robin Williams: Der geborene Entertainer

Robin Williams ist ein Genie auf der Leinwand. Kaum ein Schauspieler verkörpert ernste, tragische und komische Rollen gleichermaßen so gekonnt wie der US-Amerikaner, der am 21. Juli 1952 geboren wurde.

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Robin Williams in
Sein Talent als Entertainer erkannte Robin Williams schon in jungen Jahren: er war einfach dazu geboren, seine Mitmenschen zum Lachen zu bringen. Das bierernste Politikstudium hängte der in Chicago gebürtige Spaßmacher deshalb schnell an den Nagel. Stattdessen widmete sich das Energiebündel am Marin College den Theaterwissenschaften und ließ sich nebenbei in New York zum Schauspieler ausbilden.
 
Ein Komiker par excellence
 
Seinen Einstieg in die Unterhaltungsbranche wagte Williams solo. In Nachtclubs und Varietés trat er als Stand-Up-Komödiant auf, der das Publikum mit Improvisationstalent und seiner frechen Klappe zum Toben brachte. Nach ersten Erfolgen eroberte er auch die Bühne des berühmten "Comedian Store" in Los Angeles. Was für ein grandioser Einstieg! Es war nur eine Frage der Zeit bis Hollywood auf den Nachwuchskomiker aufmerksam werden würde.
 
Als "Mork vom Ork" zum TV-Star
 
Auch in der TV-Branche legte Robin Williams einen furiosen Start hin. Nach einigen Gastaufritten als durchgeknallter Außerirdischer Mork vom Ork in der Serie „Happy Days“ (1978) bekam er zur Begeisterung der Zuschauer eine eigene Staffel auf den Leib geschneidert: „Mork and Mindy“.
 
Verpatztes Leinwanddebüt
 
1980 meldeten auch die Filmbosse Interesse an. Was lag näher als den beliebten Fernsehspaßvogel zum Leinwandstar zu machen? Mit dem Kinodebüt klappte es allerdings nur mäßig. Als spinatvertilgenden Superhelden in Robert Altmans Comic-Adaption „Popeye“ wollten Robin Williams nur wenige Zuschauer sehen – auch wenn die Videokaufkassette im Nachhinein zum Verkaufsschlager wurde.
 
Durchbruch mit "Garp"
 
Mit dem großen Durchbruch klappte es zwei Jahre später. In der Literaturverfilmung „Garp und wie er die Welt sah“ von John Irving glänzte Williams an der Seite von Glenn Close in einer skurrilen Alltagstragödie um einen erfolgreichen Ringer, der einer Frau zur Liebe zum Poet wird. 1986 dann die erste Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller: Williams spielt einen aufmüpfigen Radio-Moderator, der im Vietnamkrieg weitaus mehr tut als seine Vaterlandspflicht: er hält die Soldaten nicht nur mit Sprüchen bei Laune, sondern spricht eine wahre Sprache über den Krieg.
 
"Carpe diem!"
 
Mit der begehrten Trophäe klappte es nicht. Dafür hatte Robin Williams eine Rolle entdeckt, in der er in Zukunft immer wieder überzeugte: der abseits stehender Außenseiter, der leidenschaftlich für seine Ziele kämpft .Ob als liberaler Literaturlehrer mit unkonventionellen Lehrmethoden und dem unvergesslichen Motto "Carpe diem - Nutze den Tag" (1989: „Club der toten Dichter“), als mutiger Mediziner im Kampf gegen eine unbesiegbare Krankheit (1990: „Zeit des Erwachens“) oder geistig verwirrter Großstadt-Penner Parry auf der Suche nach dem goldenen Gral (1991: „König der Fischer“).
 
Großer Kindskopf
 
In den 90ern zeigte Robin Williams dann vor allem, dass er ein ganz großer Kindskopf ist. In „Hook“ (1991), „Mrs. Doubtfire” (1993), “Jack” (1996) oder “Flubber” (1998) bot er noch einmal sein ganzes komödiantisches Talent auf und spielte sich vor allem in die Herzen der kleinen Kinofans. Und dass man auch Erfolg haben kann ohne auf der Leinwand sichtbar zu sein, bewies der Schauspieler als wortwitziger Synchronsprecher des Flaschengeists im Disneyfilm „Aladdin“.
 
Später Oscar
 
1998 klappte es endlich auch mit dem wohlverdienten Oscar. Nach vier Nominierungen in der Hauptkategorie, musste sich der Superstar allerdings für „Good Will Hunting“ mit dem Nebendarstellerpreis begnügen. Auch privat hat Robin Williams sein Glück gefunden. Er ist in zweiter Ehe mit Marsha Garces verheiratet. Mit dem ehemaligen Kindermädchen seines Sohnes Zachary hat er zwei weitere Kinder.
 
Leidenschaftlicher Radler
 
Wenn Robin mal nicht dreht, liest er (am liebsten Shakespeare), macht lange Spaziergänge oder radelt mit einem guten Freund durch die Lande: Tour De France-König Lance Armstrong.
 
Nic – 17.07.2002 / Foto (Filmszene "Good morning Vietnam"): von Prisma.

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