StartRSSSitemapFAQEltern-InfoShopAGBImpressumKontaktKlubvorteile
Aktuelles / Reportage Film / Stars

Fred Astaire: Meister auf dem Parkett

Geboren wurde der Tänzer am 10. Mai 1899 in Omaha im US Staat Nevada. Sein eigentlicher Name war Frederick Austerlitz. Sein Vater war ein österreichischer Emigrant, seine Mutter elsässischer Herkunft. 1896 wurde ihre Tochter Adele geboren. 18 Monate später Frederick. Adele begann schon früh mit Tanzunterricht – und das mit Erfolg. Den Eltern blieb das Talent ihrer Tochter nicht verborgen. Um es zu fördern, zog die Mutter mit ihren Kindern nach New York, da es dort geeignete Tanzschulen gab – und eine unglaubliche Karriere begann: die von Fred Astaire.

- Anzeige -


 

fred_adele8.jpgFrederick und der Spitzentanz
 
Es heißt, dass der kleine Frederick mit seiner Mutter eines Tages Adele vom Unterricht abholten. In einer Kammer fand er Ballettschuhe herumliegen. Weil er andere Kinder gesehen hatte, die im Unterricht auf Spitzen gingen, machte er es einfach nach und lief auf den Spitzen – so als sei es das Einfachste der Welt........
 
Tanzen, singen, sprechen
 
Allerdings interessierte ihn der Tanz damals noch nicht wirklich. Doch auch er bekam Unterricht und spielte mit seiner Schwester in Aufführungen der Tanzschule. Bald bekamen die beiden ihr erstes Engagement. Die beiden Kinder reisten mit ihrer Mutter von einem Auftritt zum nächsten.
 
Dann kam die Pubertät und die Familie ließ sich in New York nieder. Adele und Fred gingen in die Schule – behielten ihren Tanzunterricht aber bei. 1911 wurden sie schließlich in Ned Wayburn’s School aufgenommen. Ned Wayburn war ein erfolgreicher Broadway Produzent, der eine Musical-Schule führte, in der alles gelehrt wurde, was am Broadway von Nöten war: Stepptanz, Singen, Musical-Tanz, Akrobatik, Sprechen und modernes amerikanisches Ballett. Dort bekamen sie den Grundstock für das Musicalsgeschäft.
 
down_to_rio8.jpgDer eigene Stil
 
Es folgten die ersten Engagements und weitere Lehrer. Der jugendliche Fred fand es auch nicht mehr besonders angenehm auf Spitzen zu tanzen – das war doch „weibisch“. So lernten sie neue Tänze und ein neuer Stil wurde geschaffen. Den beiden wurde eine neue „Show“ auf den Leib geschnitten und es ging wieder quer durch die USA und Kanada auf Tournee. Die Kritik hob dabei immer wieder das besondere Talent von Adele hervor – Fred bekam meistens nur eine Erwähnung im Nebensatz. Nach dieser Tournee kam der Durchbruch am berühmten Broadway in New York mit „Over the Top“. Danach landete das singende und tanzende Geschwisterpaar einen Erfolg nach dem anderen.
 
fred_ginger8.jpgSolokarriere
 
Als seine Schwester 1931 heiratete, begann die Solo-Karriere des zierlichen und eleganten Tänzers. Er versuchte sein Glück in Hollywood. 1933 landete er mit „Flying down to Rio“ an der Seite von Top-Star Dolores del Rio gleich den vollen Musical-Erfolg. In diesem Film arbeitete er auch mit seiner späteren Partnerin zusammen: mit Ginger Rogers. Die beiden tanzten sich durch die Filme der frühen 30er Jahre. Zwar waren beide befreundet, doch wollten sie auch als Solisten geachtet werden – deshalb machte Astaire ab 1937 wieder zahlreiche Filme allein, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Die Arbeit brachte ihn schließlich mit Rita Hayworth zusammen, die Astaire später als seine Lieblingspartnerin bezeichnete. Er tanzte auch mit Judy Garland oder Cyd Charisse.
 
fa_lesliecarol8.jpgAstaire’s Tanzrevolution
 
Seine ausgeklügelten Tänze waren von ungeheuerem Ideereichtum und zum Teil atemberaubender Schnelligkeit. Es gelang ihm ganz unterschiedliche Tänze zu einem ganz eigenen, persönlichen Stil zu vereinen. Fred Astaire schaffte es, sowohl Standart- oder Balletttänzer als auch die Steppwelt zu beeindrucken und zu beeinflussen. Statt auf den Unterschied zu pochen, mischte er die Stile und schuf so seinen eigenen, ausdrucksstarken Tanz, der sich immer durch besondere Eleganz auszeichnete.
 
Musical á la Astaire
 
Die Musical- Filme erhielten durch ihn ein neues Gesicht, denn der Tanz war nicht mehr nur Beiwerk, sondern transportierte Gefühle und wurde Teil der Handlung. Die Musicaldrehbücher wurden vielfältiger und abwechslungsreicher. Die Tanzpassagen wurden nicht mehr so stark beschnitten oder nur als kurze Szene gezeigt, sondern erhielten viel Raum.
 
fred_royalwedding8.jpgDie Musik
 
Er choreographierte seine Stücke gemeinsam mit Hermes Pan. Dabei konnten die Rhythmen auf die er seine Steppschritte folgen ließ von Instrumenten, Maschinen, Klatschen, Trommeln oder dem tropfenden Wasserhahn stammen. Seine Bewegungen ließ der Perfektionist von den Kameras mit ungewöhnlichen Einstellungen in Szene setzen. Er tanzte auf Swing, Jazz, klassische Musik genau wie auf Schlager oder heiße Beatrhythmen. Und er arbeitete mit den erfolgreichen Komponisten seiner Zeit, wie Cole Porter oder George Gershwin.
 
Unvergessen: seine Tanzeinlagen
 
So tanzte er mit und gegen seinen Schatten in „Swing Time“; die Wände und Decken entlang, wie 1951 in „Königliche Hochzeit“ mit über 50 Jahren! Mit einem gesamten Ballettchor, der eigentlich nur aus ihm selbst bestand, wie in „Blue Skies“ oder mit animierten Schuhen wie in „The Barkleys of Broadway“.
 
fred_astaire8.jpgDoch Ende der 50er Jahre war die Tänzerkarriere dahin und Astaire verlegte sich komplett auf die Schauspielerei. 1974 wurde er sogar noch für eine Rolle in „Flammendes Inferno“ für einen Oscar nominiert. Neben zahlreichen Emmys und vielen Preisen im Ausland erhielt er 1981 den Ehrenoscar.
 
Fred Astaire starb im Alter von 98 Jahren im kalifornischen Los Angeles.
 
-ab-10.05.04 Text / Fotos:www.fredastaire.net

Wissenschaft

Berühmte Personen
Forscher und Wissenschaftler haben mit ihrer Arbeit die Welt verändert. Hier findest du mehr über sie.
mehr erfahren

WAS IST WAS-App

App dich schlau ...
... mit der WAS IST WAS Dinosaurier-App!
mehr erfahren

Mehr Videos?
Jetzt anmelden!