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Aktuelles / Reportage Film / Hintergründe

79. Oscar-Verleihung

Hollywood hat das Fest des Jahres 2007 gefeiert. Die 79. Oscar-Verleihung zeigte die Traumfabrik so, wie die Welt sie sehen will: Glanzvoll, bunt und glamourös. Der rote Teppich vor dem Kodak-Theatre wurde zum Laufsteg für Stars und Sternchen, die den Glanz im Licht der Weltöffentlichkeit genossen. Im Jahr der Oscar-Verleihung werden immer Filme ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr angelaufen sind, in diesem Fall also die Filme des Jahres 2006. Auch ein deutscher Film erhielt die begehrte Statue: „Das Leben der Anderen“ von Florian Henckel von Donnersmarck.

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Die Nacht der Stars


Der OscarUm 2.00 Uhr nachts mitteleuropäischer Zeit begann die rund vierstündige Gala der amerikanischen Filmkunst-Akademie. Vorher hatten die Stars auf dem dicken dunkelroten Teppich dem Publikum ihre Designer-Roben vorgeführt. Als Moderatorin des Abends begrüßte die Schauspielerin Ellen DeGeneres mehr als 3000 Stargäste, die zur Verleihung der Academy-Awards – das ist der offizielle Name des Preises - gekommen waren.
 
Die Qual der Wahl
 
Als beste Filme wurden nominiert:
das Drama "Babel
",
der Kriegsfilm "Letters from Iwo Jima",
die Tragikomödie "Little Miss Sunshine",
das Drama "Die Queen" und
der Thriller "Departed".

 
Am Ende war das als haushoher Favorit gehandelte Drama " Babel", seiner Favoritenrolle nicht gerecht geworden. Siebenmal nominiert gab es zuletzt nur eine einzige Statue für die beste Filmmusik: Auch Clint Eastwoods Kriegsfilm "Letters from Iwo Jima“ – viermal nominiert, bekam zuletzt nur eine Statue für den besten Sound.
ScorseseBuch8.jpgAbräumer des Abends war  mit vier Oscars Martin Scorseses Thriller "The Departed" als bester  Film, für den besten Regisseur und in den Kategorien "Bestes adaptiertes Drehbuch" und "Bester Filmschnitt"
Martin Scorsese war bereits zum sechsten Mal für einen Oscar nominiert – das erste Mal 1981 für seinen Film „Wie ein wilder Stier“, doch erst 26 Jahre später konnte er die Statue tatsächlich mit nach Hause nehmen
Der mexikanische Fantasy-Film "Pan's Labyrinth" war mit insgesamt drei Oscars der zweit-erfolgreichste Film dieser Oscar-Nacht: Das Werk von Guillermo del Toro wurde in den Kategorien Ausstattung, Make-up und Kamera gewürdigt.
 
 
Die Schauspiel-Preise gingen 2007 an Helen Mirren ("The Queen") und an Forest Whitaker ("Der letzte König von Schottland") als beste Hauptdarsteller. Jennifer Hudson ("Dreamgirls") und Alan Arkin ("Little Miss Sunshine ") wurden als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.
 
Happy Feet PosterZum besten Animationsfilm wurde "Happy Feet" von George Miller gekürt.
 
Als bester Dokumentarfilm erhielt „Eine unbequeme Wahrheit“ mit dem früheren US-Vizepräsidenten Al Gore die begehrte Statue. In dem Film geht es über den Klimawandel und die Folgen der globalen Erwärmung.
Der Film erhielt außerdem einen Oscar für den besten Filmsong („I need to wake up“ von Melissa Etheridge).
 
Für sein Lebenswerk wurde der 78-jährige italienische Komponist Ennio Morricone geehrt. Er hat im Laufe seiner 45-jährigen Karriere für mehr als 300 Filme die Filmmusiken komponiert und schuf unvergessliche Melodien zu Filmen wie "Spiel mir das Lied vom Tod"..
Bereits fünf Mal war Morricone für einen Oscar nominiert gewesen: In der Glut des Südens (1978), The Mission (1986), The Untouchables – Die Unbestechlichen (1987), Bugsy (1991) und Der Zauber von Malèna (2000). 
 
Ein Oscar für Deutschland
 
Das Leben der AnderenFür Deutschland war das Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“ nominiert worden. Obwohl die Konkurrenz groß war und der mexikanische Fantasy-Film „Pans Labyrinth“ als Favorit galt, konnte der Film die Academy überzeugen und erhielt den Auslandsoscar als bester nicht englischsprachiger Film.
Der 33 Jahre alte Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck nahm den Preis überglücklich entgegen. In seiner Rede dankte er Arnold Schwarzenegger dafür, dass er durch ihn gelernt habe, die Worte "Ich kann nicht" aus seinem Wortschatz zu streichen. Er ist erst der dritte deutsche Filmemacher, der mit dem begehrtesten Preis der Branche für einen Spielfilm geehrt wurde.
Zuletzt war die Münchner Regisseurin Caroline Link vor vier Jahren für das Drama "Nirgendwo in Afrika" mit einem Oscar ausgezeichnet worden. 1980 hatte Volker Schlöndorff für seine Literaturverfilmung "Die Blechtrommel" den Auslands-Oscar erhalten.

Auf der offiziellen Oscar-Seite findest du mehr Informationen über den begehrten Filmpreis - leider nur in englischer Sprache.


 
Roland Rosenbauer, 26. 2. 2007
 
Bilder: Thunder´s Mouth Press (Buchcover), Touchstone (Das Leben der Anderen), Warner (Happy Feet)
 

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