Wirbelstürme, Springfluten und Tornados werden gerne als dramatische Momente in Spielfilmen eingesetzt. Es ist allerdings eine hohe Kunst verschiedenste Wetterbedingungen beim Film darzustellen.
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Heutzutage setzt kein Regisseur Team und Schauspieler einem realen Unwetter aus. Stürme werden vorzugsweise am Computer erzeugt. Hier sind die Fachleute für Trick- und Spezialeffekte gefragt. Häufig werden mit Hilfe des Blue Screen Verfahrens Vorder- und Hintergrundbild getrennt aufgenommen. In der Trickbearbeitung werden diese gedrehten Aufnahmen dann mit realen oder am Computer erstellten Sturmaufnahmen, dem Hintergrundbild, kombiniert und aufwändig bearbeitet.
Wie wird künstlicher Wind erzeugt?
Im Vordergrund ist nach wie vor klassische „Handarbeit“ gefragt. In dem Film „Cast Away - Verschollen“ kämpft Tom Hanks nach einem Flugzeugabsturz in der aufgewühlten See ums Überleben. In einem Wasserbassin wurde mit Hilfe großer Windmaschinen das ruhige Wasser in peitschende Wellen verwandelt. Nur so war es möglich diese höchst dramatischen Szenen zu drehen. Für den Schauspieler auch nicht immer einfache Arbeitsbedingungen.
Windmaschinen, die ruhiges Wasser in eine tobendes See verwandeln oder einen Sturm simulieren, gibt es in unterschiedlichsten Größen. Die Palette reicht von kompakten kleinen, die einem Tischventilator entsprechen, bis hin zu großen Flugzeugpropellern. Letztere werden auf fahrbare Anhänger montiert. Mit großen Ventilatoren können sogar kräftige Zweige in Bäumen bewegt werden. Für kurze, starke Windstöße eignet sich besser Pressluft. Entsprechende Kompressoren erlauben dann eine kurze, starke Wirkung. Zum Beispiel bei der Simulation von Explosionen, wenn schlagartig eine Riesenwolke Filmstaub aufgewirbelt werden muss.
Wind schafft Atmosphäre
Egal, ob ein paar Haarsträhnen verführerisch im Wind flattern oder Panik in einem Katastrophenfilm erzeugt werden soll - Wind gehört einfach mit dazu. Herbstlaub oder Zeitungsfetzen, die auf einem Gehweg herumliegen, geben beispielsweise einer Straße eine ganz eigene Stimmung. Auch Vorhänge, die sich vor dem offenen Fenster leicht hin und her bewegen, zaubern eine Atmosphäre, die bedrohlich oder auch unheimlich wirken kann. Kaum ein Thriller kommt ohne diese Effekte aus. Wind belebt ein starres Bild. Auch ein gedeckter Tisch wirkt realistischer, wenn das Tischtuch sich leicht bewegt, auch wenn uns das bewusst gar nicht auffällt.
10.02.2003 GH Text / Bild: Photo Disc "Nature, Wildlife and Environment 2"