Egal ob ein Länderspiel gelaufen ist, "Wetten das...?", ein Formel 1- Rennen oder ein spannender Krimi. Am nächsten Tag reden die Leute darüber und in der Zeitung wird die Einschaltquote veröffentlicht.
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Ein Beispiel:
Fußball- Weltmeisterschaft in Japan und Korea. Am Samstag, 15. Juni um 8.30 Uhr das Achtelfinalspiel Deutschland - Paraguay. Am nächsten Tag heißt es in den Nachrichten: "18 Millionen Menschen haben das Spiel auf ARD verfolgt. Das entspricht einer Einschaltquote von 90 Prozent."
Das bedeutet: 90 von 100 Leuten, die den Fernseher um 8.30 Uhr am Samstag eingeschaltet hatten, sahen sich das Fußballspiel an. Eine enorm hohe Quote, wenn ihr an die vielen Sender gibt zwischen denen der Zuschauer wählen könnte.
Wie werden diese Zahlen gemessen?:
Stellvertretend für das Fernsehverhalten der Deutschen, hat man 5600 Familien ausgewählt. Ihr Fernsehverhalten wird jetzt also genau untersucht, analysiert und ausgewertet.
Dazu hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg extra ein Messgerät entwickelt, dass die Testfamilien zu Hause haben: das GfK-Meter. Dieses Gerät misst genau, wie oft am Tag der Fernseher ein- und ausgeschaltet wird, wann die Familie fernsieht, welche Sendungen und ob umgeschaltet wird. Es wird gemessen, ob ein Film bis zum Ende gesehen wird, ob jemand zappt oder wer alles von der Familie mitschaut.
Jedes Familienmitglied und auch jeder Besucher der Familie meldet sich per Knopfdruck am Messgerät an oder ab - je nachdem ob er fernsieht oder nicht.
In der Nacht werden die gesammelten Daten an die GfK weitergeleitet und dort ausgewertet. Dadurch erhält man eine Statistik über die durchschnittlichen Sehgewohnheiten aller deutschen Zuschauer. Die Ergebnisse werden dann an die Fernsehanstalten weitergegeben.
Die Macht der Einschaltquoten
Die Einschaltquoten sind in der heutigen Zeit unglaublich wichtig. Sie können darüber entscheiden, ob ein Moderator oder Quiz-Master seinen Job behält, ob eine Sendung weiterhin ausgestrahlt oder eingestellt wird oder ob ein Programmschema angepasst wird.
Sie entscheiden auch über den Preis, den eine Sendung erzielt, wenn sie verkauft wird.
So sind die Übertragungsrechte für Fußball nur deshalb so teuer, weil man weiß, wie publikumswirksam diese Sportart ist. Thomas Gottschalk bekommt für seine "Wetten das..." Sendung deshalb so viel Geld bezahlt, weil sie jedes Mal unglaublich hohe Einschaltquoten hat. Deshalb wurde er auch wieder zurückgeholt, als andere Moderatoren versuchten seinen Part zu übernehmen - und die Zahlen sanken. Gottschalk wurd deshalb auch gern der "Quotenkönig" genannt.
Hohe Einschaltquoten haben vor allem auch für die privaten Fensehsender eine fast lebensnotwendige Bedeutung:
Hat eine Sendung viele Zuschauer, so kann die Werbung die in den Werbepausen in und um die Sendung gezeigt werden, teurer verkauft werden. Von diesen Einnahmen leben aber die privaten Sendeanstalten wie RTL, SAT 1, SuperRTL, Vox oder Pro 7.