Passives Glotzen war gestern. Beim Interaktiven Fernsehen - einer digitalen Variante des TV - haben die Zuschauer die Möglichkeit sich aktiv am Fernsehgeschehen zu beteiligen. Wir erklären euch was iTV ist.
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Als Voraussetzung für den Empfang digitaler Daten benötigt der Zuschauer an seinem TV-Gerät einen Rückkanal sowie eine so genannte Set-Top-Box, mit der Zusatzinformationen aufbereitet werden. Zur Navigation kann eine spezielle Fernbedienung oder eine Infrarot-Tastatur verwendet werden.
Spanien als Vorreiter
Als einer der ersten Kanäle überhaupt bot ein spanischer Sender 1993 interaktives Fernsehen an. Gegen Bezahlung konnte man über ein Gerät namens „Tele Pick“ Zusatzinformationen zu einzelnen Sendungen abrufen, an Umfragen teilnehmen oder Bestellungen aufgeben. Ein Jahr ging auch in Orlando/USA ein entsprechendes Pilotprojekt, das allerdings sehr teuer und deshalb wenig erfolgreich war.
Pilotprojekt in Berlin
Seit 2001 bieten in Berlin verschiedene Wohnungsbaugesellschaften interaktives Fernsehen sehr kostengünstig an. Der Sinn und Zweck: Den Mietern einen attraktiven Service bieten und die Kommunikation untereinander stärken. Für die Teilnehmer eine tolle Sache Sache. Für fünf Euro im Monat können sie jetzt vom Sofa aus zum Beispiel übers TV Pizza bestellen, Videos auswählen und gleich anschauen, chatten, im Internet surfen usw.
Auch Firmen nutzen iTV
Interaktives Fernsehen wird inzwischen auf von Firmen für Mitarbeiterseminare verwendet. So schult VW z.B. seine Mitarbeiter bei Händlern und in Werkstätten über Satellit-Sendungen, die von den Empfängern mit einem speziellen Decoder entschlüsselt werden. Während der Schulungn haben die Zuschauer die Möglichkeit per Texteingabe Fragen zu stellen oder direkt mit den Moderatoren der Sendung in Kontakt zu treten.
Welche Zukunft das interaktive Fernsehen für uns hat, wird sich noch herausstellen. Vermutlich ist es vor allem für Teleshopping, interaktive Spielshows, Videos aus Bestellung und vielerlei programmbegleitende Infos interessant.