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Lexikon: Tiertraining

Ob Lassie, Polizeihund Rex oder ein flüchtender Hamster - alle Tiere auf einem Set müssen in einem bestimmten Moment das Richtige tun, damit eine Szene gedreht werden kann. Und dazu gehört eine große Portion Geduld.

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Bei jedem Filmtier ist auch der Trainer mit beim Drehen. Der muss sich nicht nur mit Tieren und ihren Eigenheiten, sondern eben auch mit Filmtechniken auskennen. Jeder Trainer entwickelt sehr persönliche Methoden, wie er die Tiere trainiert, die natürlich auch vom jeweiligen Tier und seinem Charakter abhängen.
 
Tiercastings
 
Wie bei den menschlichen Darstellern so gibt es auch bei tierischen Darstellern Castings - wenn es sich um wichtige Rollen handelt. Als ein neuer "Kommisar Rex" gesucht wurde, meldeten sich 300 Hundehalter und 15 Hunde wurden schließlich einem Eignungstest unterzogen. Neben den normalen Befehlen, müssen die Tiere vor der Kamera vor allem auf Befehle aus der Entfernung und nur per Hand signalisiert reagieren - schließlich kann der Tiertrainer ja nicht ständig im Bild auftauchen und seine Befehle dürfen auch nicht mit auf die Tonspur.
 
Schwierig für viele gut trainierten Hunde ist, dass sie sich nur von ihrem Herrchen befehlen lassen. Doch im Film müssen sie eben auch auf Zeichen ihrer Mitspieler reagieren.
 
Ein Tier bekommt also nur eine Rolle, wenn er sich an an seine zweibeinigen Mitspieler gewöhnen kann. Nur wenn ein Tier auch Vertrauen hat, wird es "mitspielen".
 
Alle Situationen müssen spielerisch und ohne Druck, aber sehr gezielt geübt werden. Der Hund oder die Katze müssen genau wissen, was tatsächlich von ihnen verlangt wird. Aber wenn das Ganze nicht spielerisch abläuft, macht es dem Tier sicher keinen Spaß eine Szene auch zum zehnten Mal zu wiederholen.
 
Die Regeln und Normen für die Arbeit mit Tieren auf einem Set sind relativ streng und werden auch kontrolliert. So soll auch verhindert werden, dass Tiere auf einem Set misshandelt werden.
 
Drei Affen sind "Unser Charly
 
Ein Beispiel für Tier-Stars: der Schimpanse Charly aus "Unser Charly".
 
Die Rolle des Charly teilen sich drei Schimpansen, die abwechselnd eingesetzt werden: Charly, Baxter und Kirby. So muss ein Affe nicht alles können. Jeder der drei hat seine Spezialität an Szenen und einen eigenen Kopf. Kirby ist zum Beispiel die Beste, wenn es um Szenen mit anderen Tieren geht. Kirby klettert auch meistens, während Charly auf dem Boden zu Hause ist. Mit auf dem Set sind auch die drei Trainer, die die Affen groß gezogen haben. Sie haben ihnen beigebracht, was ein schauspielernder Affe alles so braucht.
 
Erst lernten die Affen einfache Befehle wie Aufstehen oder Kopfnicken und Hinlegen. Dann werden einzelne Befehle kombiniert und so kommen ganze Abläufe zustande. Nach jeder gelungenen Aktion gibt es ein Lob. Und so lernten die Affen immer mehr.
 
Außerdem lernen die Tiere von Anfang an mit wechselnden Menschen und Umgebungen umzugehen. So ist die Drehortsitutation nichts Besonderes für die Tiere. Mehr über den Drehalltag von Charly erfahrt ihr auf der ZDF-Internetseite.
 
Foto: Chelseas Collies Homepage.

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