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Lexikon: Fernsehstuben

Heutzutage gibt es in jedem Haushalt mindestens einen Fernseher. Das war aber nicht immer so. Noch in den 30er Jahren war gemeinsames "Glotzen" in so genannten Fernsehstuben angesagt.

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Die ersten Fernsehstuben gab es in Berlin. Dort wurde der "Fernsehversuchsbetrieb" am 22. März 1935 vom Sender "Paul Nipkow" aufgenommen. Fernsehempfänger ga es damals noch nicht zu kaufen, weil sie nicht in Serie hergestellt wurden.
 
Damit die Menschen trotzdem Sendungen im TV sehen konnten, wurden so genannte Fernsehstuben eingerichtet, meist in leer stehenden Läden. Darin schauten die Zuschauer so ähnlich Fernsehen wie Kinofilme. Es gab ca. 25 bis 30 Sitze und ein bis zwei Fernsehgeräte und der Raum wurde während der "Vorführung" abgedunkelt.
 
1939 kamen dann die ersten Modelle für den privaten Empfang auf den Markt. Doch durch den Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde die Produktion bald gestoppt. Erst in den 50er Jahren begannen sich Fernseher in Privathaushalten durchzusetzen.

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