Gemeinsam hatten sie die Lizenz zum Blödeln: Stan und Ollie, das wohl berühmteste Komikerpaar aller Zeiten. Als "Dick und Doof" gingen sie in die Filmgeschichte ein. Ihr Markenzeichen: liebenswerter Slapstickhumor.
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Filmhistorische Partnerschaft
1926 gingen Stan Laurel und Oliver Hardy in den Studios von Produzent Hal Roach 1926 ihre filmhistorische Partnerschaft ein. Damit hatte das erfolgreichste Komikerduo der Filmgeschichte zusammengefunden. Hardy aus den USA ergänzte sich prächtig mit seinem schmächtigen Kollegen aus England, der bereits als Kind Bühnenluft geschnuppert hatte. Seine beiden Eltern waren in der Showbranche tätig.
"Dick und Doof"
In der Folgezeit entstand eine ganze Reihe von turbulenten Slapstick-Kurzfilmen wie "Freiheit" oder "Große Geschäfte" (beide 1929). Die Dramaturgie war dabei immer die gleiche: Hardy verkörpert als schwergewichtige Hälfte des ungleichen Paares den dicken, väterlichen Typ. Stets um Überlegenheit bemüht, oft auch mit übertriebener Galanterie und Höflichkeit gepaart, bildet er den Gegenpart zu dem naiven, tollpatschigen Laurel, der in der Regel die Katastrophe auslöst. Fester Bestandteil der Filme ist auch Hardys direkter Appell ans Publikum. Sein Blick drückt die stumme Verzweiflung über Stans Dummheit aus.
Bis in die 50er im Geschäft
Stan und Ollie gehörten zu den wenigen Stummfilmkomikern, die mühelos den Sprung vom Stumm- zum Tonfilm schafften. Mit "Wir bitten um Gnade" wurde 1931 die erste Komödie in "Spielfilmlänge produziert. Auch in der Tonfilmära entstanden weiterhin erfolgreiche Kurzfilme. Trotz schwächerer Filme in der Spätphase ihres Schaffens, der letzte entstand 1952, ist die Beliebtheit der beiden Starkomiker bis heute ungebrochen. Oliver Hardy starb am 7. August 1957 an den Folgen eines Schlaganfalls in Hollywood. Sein langjähriger Filmpartner überlebte ihn um acht Jahre.