StartRSSSitemapFAQEltern-InfoShopAGBImpressumKontaktKlubvorteile
Aktuelles / Reportage Film / Filmlexikon

Lexikon: Oberhausener Manifest

„Der alte Film ist tot. Wir glauben an den neuen.“ Mit diesem Schlusssatz unterzeichneten Nachwuchsfilmer aus der ganzen Bundesrepublik am 28. Februar 1962 eine öffentliche Erklärung zum Aufbau einer neuen, realitätsbezogeneren Form des deutschen Spielfilm. Da die Protestaktion während des Oberhausener Kurzfilmfestivals stattfand, ging die Schrift als „Oberhausener Manifest“ in die Filmgeschichte ein.

- Anzeige -


 

Verfasst und unterschrieben wurde das Manifest von 26 Jungfilmern, denen „Papas Heile-Welt-Kino“ der Nachkriegszeit nicht mehr ins Konzept passte. Bis Anfang der 60er Jahre hatten schnulzige Heimat- , Liebes- und Unterhaltungsfilme das deutsche Kino dominiert. Jetzt machte sich der Nachwuchs für den kreativen Aufbau eines neuen deutschen Films stark, für den die jungen Regisseure die Verantwortung übernahmen.
 
Kurzfilm als Vorbild
 
Vorbild und experimentelle Grundlage des neuen deutschen Films war der Kurzfilm. Diese Gattung zeigte bereits Zeichen der Ablösung von althergebrachten Themen und Darstellungsformen und hatte schon internationale Anerkennung erlangt.
 
Förderung von Jungfilmern
 
Gleichzeitig forderten die Nachwuchsfilmer, ohne Bevormundung durch die Filmwirtschaft und andere Interessensgruppen arbeiten zu dürfen. Nur so könnten Filme mit ungewöhnlichen und wirklichkeitsnahen Inhalten entstehen. Als unmittelbare Reaktion auf das Oberhausener Manifest entstand 1965 das Kuratorium Junger deutscher Film, das sich seitdem für die Förderung von Jungregisseuren einsetzt.
 
13.05.2003

Wissenschaft

Berühmte Personen
Forscher und Wissenschaftler haben mit ihrer Arbeit die Welt verändert. Hier findest du mehr über sie.
mehr erfahren

Mehr Videos?
Jetzt anmelden!