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Lexikon: Lichtregie

Die so genannte Lichtregie ist bei den Dreharbeiten für Film und TV eine ganz wichtige Sache. Erst durch die passenden Scheinwerfereinstellungen wird eine Szene im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht gerückt.

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In der frühen Kinogeschichte mussten Filme noch im Freien bei Sonnenlicht gedreht werden, da man nicht auf entsprechende künstliche Lichtquellen zurückgreifen konnte. In den Zwanziger Jahren gingen die Filmemacher dann dazu über, in geschlossenen Räumen zu arbeiten Zusätzlich zur Studiobeleuchtung verwendete man so genannte Bogenlampen - ein sehr helles, weißes Licht, das durch einen elektrischen Lichtbogen zwischen zwei Kohlenstäben erzeugt wurde.
 
Weil die Bogenlampen sich als sehr störanfällig erwiesen, wurde ständig nach Alternativen geforscht. Inzwischen ist das Ausleuchten der Szenen dank Quarzlampen und einem wesentlich empfindlicheren Filmmaterial aber viel bequemer geworden. Das richtige Setzen des Lichts, das den Stil eines Films entscheidend mitprägt, ist aber nach wie vor eine der wichtigsten Aufgaben des Technikteams.
 
Vor allem der Kameramann kümmert sich um diese Aufgabe. Grundsätzlich hat er die Möglichkeit, zwischen natürlichem und künstlichem Licht zu wählen. Ist realistisches Licht gefragt, werden die vorhandenen Lichtquellen genutzt und durch zusätzliche Scheinwerfer verstärkt.
 
Möchte der Kameramann dramatische Effekte erzielen, greift er auf Hell-Dunkel-Kontraste zurück, die eine besondere Atmosphäre schaffen. Hier spielt die Lichtstärke der einzelnen Scheinwerfer eine Rolle.
 
Häufig benennt man das verwendete Licht in einer Filmszene auch nach der Richtung, aus der es eingesetzt wird: z.B. Seiten- oder Gegenlicht. Einzelne Scheinwerfergruppen werden nach ihrer Funktion bezeichnet: z.B. Dekorationslicht, wenn es die Dekorationen beleuchtet oder Füll-Licht, wenn es die vom Hauptscheinwerfer verursachten Schatten aufhellt.
 
Da die Szenen eines Films bei sehr unterschiedlichen Lichtverhältnissen gedreht wird, ist es wichtig, die Farb- und Helligkeitswerte des Materials nach Drehschluss aufeinander abzustimmen. Diesen Vorgang nennt man Lichtbestimmung oder auch „Timing“.
 
Nic – 28.08.2002

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