John Wayne ist ein typischer Westernheld. Er spielte eine Hauptrolle im ersten "großen" Western. Aber auch Gary Cooper mit "12 Uhr mittags" oder Kevin Costner "Der mit dem Wolf tanzt". Hier ein kurzer Abriss zur Geschichte des Western.
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Was ist ein Western?
Western befassen sich im Film oder als Roman mit den amerikanischen Grenzgebieten, dem Wilden Westen. Thema ist das Ein- und Vordringen der weißen Siedler, die sich hauptsächlich im 19. Jahrhundert immer weiter auf dem nordamerikanischen Kontinent ausgebreitet haben. Vor allem in der Blütezeit des Western wurden die Siedler, Cowboys, Kavalleristen, Goldgräber und Pioniere sehr heldenhaft dargestellt. Gegner waren zumeist bestimmte Indianerstämme. Im Mittelpunkt steht entweder ein Einzelner, der im Kampf durch seinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn besonders auffällt und heraussticht. Der nicht nur das Beste für sich, sondern auch für alle anderen möchte – eben wie ein Sheriff oder ein schießgewandter Cowboy, der für seinen Farmer kämpft.
Oder es geht um eine kleine Gruppe, wie einen Treck, eine Kavallerieeinheit oder ein Farmerfamilie, die sich gegen die Gefahren und Ungerechtigkeiten auflehnen müssen und für den harten Überlebenskampf der ersten US-Bürger stehen.
Eine wichtige Rolle im Western spielen auch die Naturaufnahmen, die als unendliche Weite den Gegnsatz zu einer in sich geschlossenen kleinen Gruppe darstellt. Mit dem Western lernten die Amerikaner auch ihr riesiges Land kennen.
Typische Westernelemente
Nicht fehlen darf in einem klassischen Western der Blütezeit die Verfolgungsjagd zu Pferd oder in der Kutsche durch wilde Landschaften. Das Pistolenduell unter der heißen Sonne, Schießereien, Schlägereien, der Gangster oder böse Indianer, der die Guten in einen Hinterhalt lockt. Rinder, Lassos, Schluchten, Staub, Kakteen, Frauen mit Reitstiefeln, Peitschen und die typische Westernmusik.
Der erste Westernklassiker
Dem Regisseur John Ford gelang mit „Höllenfahrt nach Santa Fé", mit John Wayne in der Hauptrolle, der erste so genannte Westernklassiker. Das war 1939. Wayne mimt darin „Ringo Kid“, der mit ganz unterschiedlichen Leuten in einer Postkutsche die Indianerreservate zur texanischen Grenze durchquert. Auf dieser „Höllenfahrt“ auf engstem Raum und in den größten Gefahren werden die unterschiedlichen Charakteren der Figuren offenbart, die Ängste, Sorgen, Lügen und Vorlieben und es zeigt sich, wer wirklich ein Held ist und wer nicht. Mit dem Film wurde dem Zuschauer zum ersten Mal auch psychologische Elemente in einem Western geboten und er bekam eine wundervolle Landschaft zu sehen.
Dieser Film leitete die Blütezeit des Western ein und bis Anfang der 60er Jahre waren Western echte Kassenmagnete. Gerade auch während des 2. Weltkrieges, zeigten hielten Western den Amerikanern immer wieder die "wahren" Werte vor Augen: Ehrlichkeit, Nationalitätsbewusstsein, Stärke, Mut gegen Ungerechtigkeit und Lügner vorzugehen.
Der Western in der Flaute
In den späten 60er Jahren und in den 70er Jahren, als der typische Western eine Flaute in den amerikanischen Kinos erlebte, übernahmd er Darsteller zahlreiche Rollen in Armee- und Kriegsfilmen. Sein letzter Film, war allerdings wieder ein Western: 1976 spielte John Wayne in „Der Scharfschütze“ einen alternden Revolverhelden, eine Rolle bei der man das Gefühl hatte, John Wayne könne auch über sich selbst und sein Filmleben schmunzeln.
Wie es mit dem Western weiterging
Im Laufe der Zeit gingen die Westernhandlungen immer stärker von reiner Action und Schießerei über in die Darstellung seelischer Zustände. Der Tod und die Gewalt waren in den späteren Western nicht mehr nur Begleiterscheinungen, sondern auch Thema. In den 60er Jahren begann in Europa dann der Erfolg der Italo-Western (s. Filmlexikon). In Amerika begann man die Geschichte nun auch von einer anderen Seite, die der Indianer zu betrachten und der typische Western wurde unmodern. Vielmehr wurden jetzt auch Western aus der Sicht der Indianer, die nun auch von echten Indianern gespielt wurden, gezeigt.
Ende der 70er Jahre wurde der Western in der Filmindustrie wieder beliebter. Allerdings war es nun auch eine kritischere Auseinandersetzung mit dem Thema. Ein Beispiel für solch einen Film ist „Der mit dem Wolf tanzt“ aus dem Jahr 1990. Bei diesem Film führte Kevin Costner Regie, war Co-Produzent und spielte die Hauptrolle. Der Westernepos gewann sieben Oscars, drei Golden Globes, den Silbernen Bären in Berlin und war ein absoluter Kassenrenner.