Die Universum-Film AG, besser bekannt als Ufa, wurde mitten im Ersten Weltkrieg gegründet. Bereits seit 1911 waren in Potsdam-Babelsberg zahlreiche Filme gedreht worden. In der Weimarer Republik entwickelten sich die Studios vor den Toren Berlins zum zweitgrößten Filmimperium der Welt, gleich hinter Hollywood.
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Die Ufa drehte jedoch nicht nur Filme, sie vereinte Produktionsstätten, Verleihorganisationen und Lichtspielhäuser in einem Unternehmen. Schauspieler, die etwas auf sich hielten, waren bei der Ufa ebenso unter Vertrag wie erfolgsversprechende Regisseure – z.B. Stars wie Marlene Dietrich, Zarah Leander, Heinz Rühmann, Hans Albers, Heinrich George und Emil Jannings oder Filmemacher wie Fritz Lang, Ernst Lubitsch, Friedrich Murnau oder Josef von Sternberg.
Kurz vor dem Bankrott
Obwohl viele Filme auch kommerziell recht erfolgreich waren, übernahm sich die Ufa über kurz oder lang mit hohen Produktionskosten. 1927 kaufte Alfred Hugenberg das vom wirtschaftlichen Bankrott bedrohte Unternehmen und integrierte die Ufa in seinen Konzern, einen Zusammenschluss aus Verlagen, Medienagenturen, Nachrichten- diensten und Filmgesellschaften. So schaffte die finanziell gestärkte Ufa Ende der 20er Jahre die kostenintensive Umstellung auf den Tonfilm.
Juden mussten gehen
Nach der Machtübernahme durch die Nazis 1933 wurden weiterhin Unterhaltungsfilme für den internationalen Markt produziert, allerdings ohne die Beteiligung jüdischer Mitarbeiter. Viele der ehemaligen Stars waren gezwungen, sich ins Ausland abzusetzen.
Propagandainstrument der Nazis
Der thematische und künstlerische Gestaltungsspielraum der Ufa wurde mit der Zeit immer enger. Man drehte vor allem anspruchslose Unterhaltungsfilme, die die Menschen vom Krieg ablenken sollten. Dazu kam die Produktion von Wochenschauen und Propagandafilmen. 1942 wurde das Unternehmen schließlich verstaatlicht.
Aufteilung nach dem Krieg
Nach dem Kriegsende beschlagnahmten die Allierten den Betrieb. In der sowjetisch besetzten Zone entstand aus Teilen der Ufa die DEFA, im westlichen Teil trennte man die Ufa in eine Film- und eine Theater-AG. Während die Filmgesellschaft schon in den 60ern ihren Betrieb einstellen musste, betrieb die Theater-AG bis Ende der 80er fast 300 Kinos. Der Invasion der Multiplex-Theater konnte das Unternehmen nicht ganz Stand halten. Noch heute gehören 41 Filmtheater in ganz Deutschland zur Ufa.
Neue Studios in Babelsberg
Seit der Wende wird auch in den neu gegründeten Ufa-Studios von Potsdam-Babelsberg wieder produziert. Hier werden in erster Linie Soaps und Serien gedreht sowie Talk- und Quizshows aufgezeichnet.