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Lexikon: Eurovision Song Contest

Seit fast 50 Jahren ist der "Eurovision Song Contest" ein Quotenrenner im TV. Fernsehzuschauer aus ganz Europa fiebern mit, welcher Interpret den besten aktuellen Song präsentiert. Zuletzt fand der Wettbewerb in Lettland statt.

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Die Entstehungsgeschichte der Gesangswettbewerbs geht auf das Jahr 1956 zurück. Damals hatten einige TV-Stationen Europas die Idee, ein europaweites Programm auszustrahlen. Durch die Zusammenarbeit konnte man einerseits billiger produzieren, auf der anderen Seite aber auch ein großes Publikum erreichen. Das erste Ereignis, das Fernsehzuschauer in ganz Europa live mitverfolgen konnten, war 1953 die Krönungszeremonie von Königin Elisabeth I. .
 
Eurovision
 
Heute ist die Zusammenarbeit des „Netzwerks der Europäischen Rundfunkstationen“ - „Eurovision“ – unerlässlich für den ständigen Austausch von Nachrichten und Programmen. Mit Hilfe von bis zu 30 digitalen Kanälen werden täglich Tausende von Beiträgen für Nachrichtensendungen sowie Kultur- und Sportprogramme (z.B. Olympische Spiele, Fußball-WM) zur Verfügung gestellt.
 
Premiere in Lugano
 
Seit seiner Premiere 1956 in Lugano findet der Grand Prix d`Eurovision großen Anklang bei Zuschauern und Teilnehmern. Im Laufe der Jahre wurde das Wettbewerbsfeld so groß, dass nur noch 24 Startplätze zur Verfügung gestellt wurden. Zwar ist jeder Mitgliedsstaat des „Netzwerks der Europäischen Rundfunkstationen“ grundsätzlich teilnahmeberechtigt, doch inzwischen müssen die Länder mit den schlechtesten Finalteilnehmern ein Jahr pausieren.
 
Telefon-Voting
 
Die nationale Auswahl des Songs, der schließlich am Grand-Prix-Finale teilnehmen soll, bleibt jedem Land selbst überlassen. Oft findet ein so genanntes Tele-Voting statt, d.h. die Zuschauer wählen per Telefon einen Siegertitel. Auch beim Song Contest selbst entscheidet das Fernsehpublikum seit 1999 über Sieg und Niederlage. In den Jahren zuvor wurden Punkte von einer internationalen Jury verteilt, was oft den Verdacht aufkommen ließ, dass sich befreundete Länder gegenseitig die Punkt zuschieben.
 
Nachbarn halten zusammen
 
Doch auch bei der Abstimmung durch die TV-Zuschauer geht es mit Sicherheit nicht ganz objektiv zu. Erfahrungsgemäß halten insbesondere die Länder des ehemaligen Jugoslawiens und Skandinaviens eng zusammen und vergeben hohe Wertungen an ihre Nachbarstaaten.
 
Freie Sprachwahl
 
1999 wurde beim Song Contest Finale in Jerusalem eine weitere entscheidende Änderung eingeführt: die freie Sprachregelung. D.h. die Künstler müssen seitdem nicht mehr zwingend in der eigenen Landessprache singen. Viele Nationen greifen auf diese Möglichkeit zurück und singen ausschließlich auf Englisch, da dies die geläufigste und am meisten verstandene Sprache im europäischen Raum ist. Die kulturelle Vielfalt des Wettbewerbs ist dadurch natürlich etwas verloren gegangen.
 
23.09.2003

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