Fünf Jahre Produktionszeit, über 200 Drehplätze, mehr als 40 Kamerateams in 26 Ländern, 100 Stunden Rohmaterial und 250 Tage Luftaufnahmen – daraus hat Alastair Fothergill den Film „Unsere Erde“ gemacht. Fantastische Bilder machen einem die Verletzlichkeit der Erde bewusst.
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Der Regisseur Alastair Fothergill, der auch schon den Unterwasserfilm „Deep Blue“ gedreht hat, hatte zunächst für die britische BBC eine elfteilige Serie mit dem Titel „Planet Erde“ produziert. Schon für diese fantastische Produktion gab es viel Beifall. Die Doku „Unsere Erde“ ist die Fortsetzung von Fothergills Serie. Während jede Folge der Serie „Planet Erde“ einem Thema, etwa der Arktis, gewidmet ist, dokumentiert der Film eine Reise von Nord nach Süd um den Globus.
Lebensgefahr bei den Dreharbeiten
Dabei wurden dem Team Höchstleistungen abverlangt. Bei Dreharbeiten aus einem Flugzeug heraus im Himalaya vereiste das Objektiv. Durch eine waghalsige Akrobatikeinlage mit Atemmaske bei -20° Celsius wurden die Aufnahmen gerettet – vorerst. Als der Kameramann bei der Arbeit war, sorgte Sauerstoffmangel bei einem der Techniker dafür, dass der Pilot in wenigen Sekunden um 3000 Meter tiefer gehen musste.
Kamele im Schnee
In die Wüste Gobi reiste das Team aus Ulan Bator an, der einzigen Stadt der Welt mit einer Jahresdurchschnittstemperatur unter 0° Celsius. Es gelangen Aufnahmen der letzten baktrischen Kamele vor verschneitem Hintergrund – eine surreale Szene. Für Höhlenaufnahemn wiederum begab sich das Team zehn Tage unter die Erde, in Höhlen mit sechs Meter langen Aneinanderreihungen von handgroßen Kristallen.
Wortwörtlich einmalige Aufnahmen
Doch Einsatz, Aufwand und fünf Jahre reine Produktionszeit, ganz zu Schweigen von den jahrelangen Verhandlungen für Drehgenehmigungen im Vorfeld, haben sich gelohnt. Heraus kam ein Film mit beeindruckenden Aufnahmen. Der Film entstand zur rechten Zeit, denn: „Würden wir diesen Film in zehn oder 20 Jahren drehen, könnten wir viele dieser außergewöhnlichen Bilder, die wir jetzt auf der großen Leinwand zeigen, gar nicht mehr einfangen.“, sagte Regisseur Alastair Fothergill.
Ein lohnenswerter Film
Jeden Tag sterben durch menschlichen Einfluss auf die Ökosysteme der Erde 150 Tier- und Pflanzenarten aus, viele davon noch unbekannt. Die eindringlichen Bilder des Films zeigen die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Sie vermitteln ohne erhobenen Zeigefinger die Gefahr, die den Bewohnern der Erde droht. Ein wunderschöner Film mit atmosphärischen Bildern, der die ganze Familie zum Staunen und Nachdenken bringen kann.
„Der Film transportiert eine subtile, dennoch nicht weniger eindringliche Botschaft, welche alle, die sich „Unsere Erde – Der Film“ anschauen, ermutigen soll, etwas dafür zu tun unseren schönen, jedoch empfindlichen Planeten zu erhalten.“ - Alastair Fothergill.
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