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Leichtathletik – Teil 2: Sprungdisziplinen

Schon seit der Antike betriebt der Mensch Leichtathletik. Seit den ersten Olympischen Spielen 776 v. Chr. ist diese Sportart fester Bestandteil der Spiele. Die Sprungdisziplinen kürten die Sportler die am weitesten und am höchsten springen konnten. Seither hat sich in diesem Bereich viel getan. In Sachen Sprungtechnik hat sich vor Allem der Hochsprung extrem gewandelt. Sprang man früher noch mit angezogenen Beinen vorwärts, windet man sich nun mit dem Fosbury-Flop rückwärts über die Latte.

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Überblick
Der Begriff Leichtathletik grenzt alle Lauf-, Sprung- und Wurfdisziplinen von der Schwerathletik (zum Beispiel Gewichtheben) ab. Bei den Sprungdisziplinen wird abseits der Laufbahn gesprungen. Bei Weit- und Dreisprung landet man in einer Sandgrube, bei Hoch- und Stabhochsprung wird man von einer weichen Matte aufgefangen. Beim Weit- und Dreisprung hat man bis zu sechs Versuche, beim Hoch- und Stabhochsprung für jede Höhe drei. Die Kampfrichter entscheiden, ob der Versuch gültig ist oder nicht. Am Ende gewinnt derjenige mit der größten Weite bzw. Höhe.
 
 
leichtathletik_sprung_hoch.jpgEin Hochspringer überquert die Latte im Fosbury-Flop.
 
Hochsprung
Beim Hochsprung gilt es eine Latte, die auf zwei Ständern so aufgestellt ist, dass sie bei Berührung leicht herunterfällt, zu überspringen. Dies schafft der Sportler, indem er sich nach seinem kurvenförmigen Anlauf mit dem Rücken zur Latte dreht, abspringt und die Hüfte nach außen streckt, sodass er sie rücklings überquert. Die Matte hinter der Latte fängt ihn nach seinem Sprung auf. Mit dieser Technik, dem sogenannten Fosbury-Flop, ist es möglich, über 2,30 Meter zu springen. Im Laufe einem Wettkampf wird die Latte nach und nach immer höher gelegt. Für jede Höhe hat man drei Versuche. Schafft man es innerhalb dieser drei Versuche nicht, die Latte zu überspringen, scheidet man aus. Der Springer, der die höchste Höhe überquert hat, gewinnt.
Weltrekorde: Männer: 2,45 Meter; Frauen: 2,09 Meter
 
 

leichtathletik_sprung_stabhoch.jpgStabhochspringer gehen mit den Beinen zuerst über die Latte.

 
Stabhochsprung
Ähnlich wie beim Hochsprung müssen die Stabhochspringer eine auf zwei Ständern aufgelegte Latte überspringen. Sie haben allerdings ein Hilfsmittel in Form eines flexiblen Stabes aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Damit läuft der Springer an und sticht in den Einstichkasten vor der Matte. Der Stab biegt sich und katapultiert den Sportler somit nach oben, der sich in eine Position mit dem Kopf nach unten, die Beine nach oben gestreckt bringt, ehe der Stab sich wieder voll gestreckt hat. Nun kann er den Stab loslassen und sich mit den Beinen zuerst über die Latte rollen. Mit dieser Technik können Spitzensportler bis zu 6 Meter überspringen. Auch hier hat man pro Höhe drei Versuche.
Weltrekorde: Männer: 6,14 Meter; Frauen: 5,04 Meter
 
 
Weitsprung
Beim Weitsprung geht es darum, mit einem Sprung die höchstmögliche Weite zu erzielen. Gesprungen wird in eine Sandgrube abseits der Laufbahn. Beim Anlauf auf der bis zu 50 Meter langen Anlaufbahn muss der Sportler eine möglichst hohe Geschwindigkeit erreichen. Der Sprung erfolgt am sogenannten Absprungbalken, von dem aus auch gemessen wird. Dieser ist im Boden eingelassen. Die Absprunglinie ist mit einem Einlegebrett aus Plastilin gekennzeichnet. Diese darf der Springer nicht übertreten, sonst ist der Sprung ungültig. Gemessen wird die Weite an dem Punkt, der dem Balken am nächsten liegt.
Weltrekorde: Männer: 8,95 Meter; Frauen: 7,52 Meter
 
 
leichtathletik_sprung_yargelis.jpgDreisprung-Weltmeisterin Yargelis Savigne aus Kuba.
 
Dreispung
Als Abwandlung des Weitsprungs zählt der Dreisprung zu den olympischen Disziplinen. Es ist eine Abfolge von drei Sprüngen, dem „Hop“, dem „Step“ und dem „Jump“. Der Absprungbalken muss auch hier exakt getroffen werden, liegt allerdings weiter hinten als beim Weitsprung. Nach dem ersten Absprung am Balken („Hop“) muss dahinter mit demselben Fuß gelandet werden. Nach zweiten Sprung („Step“) folgt die Landung mit dem anderen Fuß, mit dem dann schlussendlich der letzte Sprung („Jump“) in die Sandgrube gemacht wird. Neben Sprungkraft ist hier die Technik entscheidend. Außerdem braucht der Sportler eine hohe Stabilität im Fuß, da vor Allem beim „Step“ enorme Kräfte auf Knöchel und Fuß wirken.
Weltrekorde: Männer: 18,29 Meter; Frauen: 15,50 Meter
 
 
04.08.2008; Text: Jan Wrede; Bilder: Wikipedia GNU, Yargelis Savigne: Eckhard Pecher


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