- Anzeige -
Für die meisten ist es selbstverständlich: Vor dem Essen Hände waschen, genauso auch vor und nach einem Krankenbesuch. Eine einfache Maßnahme um Krankheiten und deren Weiterverbreitung zu vermeiden. Doch was uns heute so klar und einfach erscheint, war mit 19. Jahrhundert eine bahnbrechende Entdeckung: dass Händewaschen die Ausbreitung von mitunter tödlichen Krankheiten unterbinden kann.
Ignaz Semmelweiß, der „Retter der Mütter“, entdeckte erst um 1848 herum, dass das Händewaschen des Klinikpersonals vor der Verbreitung des oft tödlich endenden Kindsbettfiebers schützte. Er wurde damals von vielen Ärzten angefeindet und nicht ernst genommen, weil man noch nicht über die Verbreitung von Krankheiten durch Bakterien Bescheid wusste.
1867 veröffentlichte der englische Chirurgieprofessor Lister erstmals seine Ideen zur Keimfreimachung von Wunden. Er hatte Arbeiten von Louis Pasteur über die Fäulnis gelesen. Lister kam auf die Idee, mögliche von Pasteur beschriebene Mikroorganismen durch Karbolsäure (Phenol) abzutöten. Oft eiterten Wunden und Erreger zerstörten Gewebe und führten schließlich zum Tod.
Operationsbesteck wird heutzutage meist im Autoklaven gereinigt. Autoklave ist griechisch und heißt „selbstverschließend“. Darin werden medizinische Instrumente bei hohem Druck und hoher Temperatur sterilisiert – ein großer Dampfkochtopf. Durch die Feuchte quellen mögliche Keime auf und lassen sich so leichter abtöten.
Übrigens:

Falls Dich dein Körper und seine Gesunderhaltung interessieren, dann wirf doch auch mal einen Blick in unseren WAS IST WAS-Band 50: Der menschliche Körper oder in unseren WAS IST WAS-Band 66: Die Geschichte der Medizin
Bewertung insgesamt:
Redaktion: Hallo Zebras! Danke für den Hinweis ...
Zeige Kommentar(e) 1 bis 1 von 1