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Drei der vier Gorilla-Unterarten sind derzeit auf der Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ klassifiziert. Nur noch rund 300 Cross River-, 720 Berg- und höchstens 5000 Östliche Flachlandgorillas durchstreifen den Dschungel. „Angesichts der dramatischen Situation kann ein symbolisches UN-Jahr nur der Anfang sein. Wir benötigen gezielte Anstrengungen der Internationalen Staatengemeinschaft, um das Überleben des Gorillas dauerhaft zu sichern“, sagt Stefan Ziegler, Artenschutzreferent beim WWF Deutschland. Hauptbedrohungsfaktoren sind nach Angaben der Umweltstiftung Wilderei und Lebensraumzerstörung. Daneben häufen sich Anzeichen, dass das gefährliche Ebolavirus ganze Gorillabestände auslöscht.
Die größte Bedrohung für Gorillas entsteht durch die Abholzung der Regenwälder. Ihr Lebensraum schwindet. „Das Überleben der Gorillas ist bedroht“, sagt die Schauspielerin Senta Berger als Pro Wildlife-Botschafterin für den Schutz von Menschenaffen. „Über die Trassen der Holzfäller bekommen Wilderer Zugang in die letzten Rückzugsgebiete der Gorillas. Die friedlichen Riesen werden erbarmungslos gejagt und landen im Kochtopf. So werden ganze Gorillafamilien getötet und ihr Fleisch verkauft. Die Jungtiere – zu mager für den Topf – enden meist als Haustiere und fristen ein erbärmliches Dasein.“
Im Jahr des Gorillas ruft Pro Wildlife die Verbraucher dazu auf, ihr Konsumverhalten zu ändern und Schutzprojekte zu unterstützen. „Zentralafrika ist weit weg – und dennoch können wir Menschen hier in Europa viel für den Schutz der Gorillas tun“, so Berger. „Wir haben als Konsumenten riesigen Einfluss und Verantwortung: Unsere Gartenmöbel müssen nicht aus Tropenholz sein, und bei Schreib- und Hygienepapier können wir zu Recyclingprodukten greifen. Wir können von unseren Politikern fordern, dass sie endlich den Verkauf von Hölzern aus Raubbau stoppen. Und jeder von uns kann durch die Übernahme einer symbolischen Patenschaft das Affenschutzprojekt von Pro Wildlife unterstützen und den Schutz der Gorillas auf allen Ebenen stärken: die Rettung einzelner Tiere, die Stärkung des Kampfes gegen Wilderer und Tierhändler, aber auch die politische Arbeit, die gerade für den Erhalt der Regenwälder dringend nötig ist.“
Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife setzt sich auf mehreren Ebenen für den Schutz von Gorillas ein: Seit zehn Jahren unterstützt der Verein eine Auffangstation in Kamerun, in der fast 200 verwaiste Affenkinder medizinisch versorgt und wieder aufgepäppelt werden. Die Elterntiere fielen fast alle Wilderern zum Opfer. Der Verein finanziert auch den Einsatz von Razzien in Kamerun und Kongo, bei denen illegale Wildtierhändler-Ringe aufgedeckt werden. Im Mai 2008 erreichte Pro Wildlife, dass die Konvention zum Schutz der Artenvielfalt der Vereinten Nationen nun von allen Mitgliedsländern strengere Jagdgesetze auch deren Vollzug fordert. Auf EU-Ebene kämpft Pro Wildlife für ein Importverbot illegaler Hölzer. Ein erster Entwurf der EU hierzu weist noch eklatante Mängel auf.
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