Am 12.2.2008 ist „Safer Internet Day“. In Zeiten von MySpace, YouTube und StudiVZ geben mehr Menschen denn je Informationen von sich im Internet preis. Der „Safer Internet Day“ will auf mögliche Fallstricke hinweisen. Denn: „Life online is what YOU make of IT“, so das Motto des Aktionstages.
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Der „Safer Internet Day“ ist eine weltweite Aktion, an der sich Organisationen und Behörden in mehr als 50 Ländern beteiligen. Ziel der Aktion ist es, besonders bei Kindern und Jugendlichen die „Medienkompetenz“ zu stärken. Aber was soll das sein?
Man bezeichnet jemanden als kompetent, wenn er sich in einem bestimmten Gebiet gut auskennt. Wenn man Medienkompetenz hat, dann kann man also mit Medien richtig umgehen. Mit Medien bezeichnet man jedes Mittel zur Informationsübermittlung an viele Menschen: Buch, Zeitung, Fernsehen, Radio, Film und heutzutage das Internet sind also Medien.
Bei Buch, Zeitung, Fernsehen, Radio und Film kann der Hersteller oder der, der es ausstrahlt, in gewissem Rahmen noch Einfluss darauf nehmen, wer es zu Gesicht bekommt. Fernsehsendungen, die nicht für Jugendliche bestimmt sind, können etwa sehr spät ausgestrahlt werden. Bestimmte Bücher kann man erst mit 18 kaufen oder ausleihen und so weiter.
Im Internet ist das anders. Böswillige Internetanbieter machen sich hinterlistig die Unerfahrenheit der Nutzer, egal ob alt oder jung, zu Nutze. Entweder inhaltlich, in dem sie schwer zu erkennende, einseitig gefärbte Mitteilungen, so genannte Propaganda, ins Netz stellen. Oder technisch, indem sie Webseiten so präparieren, dass die Computer ahnungsloser Besucher mit gefährlichen Programmen, so genannten Würmern oder Viren, infiziert werden. Um beiden Gefahren mutig begegnen zu können, braucht es Medienkompetenz.
Du weißt, was geht? - Inhaltliche Kompetenz
Der größte Vorteil des Internet ist auch sein Nachteil: Hier kann jeder Informationen zu allen Themen bereitstellen und abrufen. Ob gefundene Informationen zu einem Thema aber richtig sind, kann man nur herausfinden, wenn man verschiedene, voneinander unabhängige Quellen für die gleiche Nachricht vergleicht.
Man schaut zum Beispiel auf die Seite der ARD und vergleicht deren Meldung zu einem bestimmten Thema mit der Meldung der Bild-Zeitung dazu. So kann man aus verschiedenen Quellen herausdestillieren, was vermutlich wirklich passierte. Man darf also keinesfalls alles für bare Münze zu nehmen, nur weil es im Internet steht. Man muss sich immer fragen: Wer hat das geschrieben? Warum hat er es geschrieben? Und in welchem Tonfall hat er es verfasst? So kann man die Seriosität einer Nachrichtenquelle einschätzen.
Übrigens: Es gehört auch zur Medienkompetenz, wenn man „Nein“ sagt. Wenn man nämlich weiß, wo die eigenen Grenzen liegen und wenn man weiß, dass man etwa ein Gewaltfilmchen auf dem Handy eines „Freundes“ gar nicht sehen will. „Nein“ sagen und standhaft bleiben, auch wenn man in der Gruppe dann als „Feigling“ oder ähnliches beschimpft wird.
Und du weißt wie's geht? - Technische Kompetenz
Wer weiß schon, worauf man alles achten muss, wenn man sich sicher im Internet bewegen will: Ist mein Virenscanner auf dem neuesten Stand? Wie schaut's mit der Firewall aus? Ist auch mein Bildbetrachtungsprogramm und MP3-Spieler auf dem neuesten Stand? Denn auch in Bild- und MP3-Dateien kann sich böswilliger Programmcode verbergen. Der meiste Spam, also unerwünschte Werbemails, wird von privaten PCs versendet. Die wurden durch böswillige Programme gekapert und werden nun von Kriminellen ferngesteuert. Das geschieht vom Anwender unbemerkt und die Kriminellen verdienen damit viel Geld.
Immer wichtiger wird auch das Thema Verschlüsselung: Seit Anfang dieses Jahres ist das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung in Kraft. Nun wird für sechs Monate gespeichert, wer mit wem wann telefoniert hat und wer wem eine Email geschickt hat sowie noch einige weitere Daten. Inhalte werden noch nicht gespeichert. Umso wichtiger ist es aber, Emails zu verschlüsseln, damit wirklich nur Empfänger und Absender über den Inhalt Bescheid wissen und keine Schnüffelnasen, die sich dazwischen schalten.
So wertvoll wie Gold
Was Öl und Gold in der realen Welt sind, sind Nutzerdaten in der digitalen Welt: viel Geld wert. Ihr solltet Daten niemals eingeben, ohne eure Eltern zu fragen. Gerade besonders lautstark und bunt angepriesene Wettbewerbe sind nichts anderes als Adressdatensammelmaschinen. Besonders viel Geld gibt es für den Betreiber, wenn er sehr detaillierte Datensätze im Angebot hat. Darum wird man oft nach Hobbys, Anzahl der im Haushalt lebenden Personen, Einkommen und so weiter gefragt.
Man sollte auch bei Portalen wie StudiVZ, SchülerVZ oder MySpace möglichst wenig von sich preisgeben. Was heute noch lustig ist, kann einem morgen schnell peinlich sein. Und womöglich Einfluss auf die weitere Zukunft haben, denn die für Einstellungen zuständigen Menschen in Betrieben schauen schon heute auf diesen Portalen nach, ob der Bewerber dort mehr oder weniger schöne Spuren hinterlassen hat.
Legt euch doch eine Onlineidentität für solche Portale zu. Da könnt ihr nach Herzenslust mal herumspinnen und euch einen neuen Namen und ein neues Leben ausdenken - diesmal im Namen eurer Sicherheit. Aber ihr dürft mit so einer falschen Identität natürlich nichts bestellen oder offizielle Formulare ausfüllen, denn das wäre Betrug!
Auch das Handy erfordert Kompetenz!
Technische Kompetenz im Bereich der Medien heißt nicht nur, sich mit dem Internet gut auszukennen. Auch das Handy hält einige Fallstricke bereit. So sollte die Bluetooth-Schnittstelle möglichst immer ausgeschaltet sein, denn es gibt auch Viren, die sich von Handy zu Handy verbreiten und etwa zur Löschung aller Kontakte führen.
Den tollen Möglichkeiten, die die digitale Welt bietet – Filme und Musik machen, in Sekundenschnelle über den ganzen Globus hinweg mit aller Welt kommunizieren – stehen also auch einige Schattenseiten gegenüber. Aber wer sich informiert und ein wachsames Auge hat, kann viel Spaß haben. „Life online is what YOU make of IT“ - Das Onlineleben ist, was DU daraus machst!
Blöd nur dass man sich bei Euch auch mit allen möglichen Angaben anmelden soll wenn man ein Spiel oder Anderes machen möchte.
\"...und bunt angepriesene Wettbewerbe sind nichts anderes als Adressdatensammelmaschinen...\"
Das solltet Ihr anders machen
Grüße ;-)
Wasser hat keine Balken ... Seit Jahrtausenden dienen Schiffe und Boote als Transportmittel für Menschen und Waren. Hier erfahrt ihr mehr über Wasserfahrzeuge ...
Bewertung insgesamt:
\"...und bunt angepriesene Wettbewerbe sind nichts anderes als Adressdatensammelmaschinen...\"
Das solltet Ihr anders machen
Grüße ;-)
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